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Bausparkassen möchten in Aktien investieren

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 10.10.2015

Bisher dürfen Bausparkassen nicht in Aktien investieren. Doch nun wünschen sie sich eine Änderung des Bausparkassengesetzes, um ihre angespannte Situation besser entlasten zu können. Die Bundesregierung soll bis Ende des Jahres über einen entsprechenden Gesetzesentwurf entscheiden – und damit auch über mehr Flexibilität für Bausparkassen.

Das Bausparkassengesetz, das die Geschäftstätigkeit von Bausparkassen regelt, untersagt es diesen Kreditinstituten bislang, in Aktien zu investieren. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet, wünschen die Bausparkassen sich im Zuge der ohnehin geplanten Änderung des Gesetzes einen Zusatz, durch den ihnen genau das ermöglicht würde. Spätestens Ende des Jahres steht die Entscheidung der Bundesregierung an, ob auch dieser Zusatz bei der Änderung mit aufgenommen wird.

Darum wünschen sich die Bausparkassen veränderte Rahmenbedingungen

Durch die niedrigen Zinsen bei regulären Baukrediten werden Bauspardarlehen weniger attraktiv. Viele Verbraucher entscheiden sich in puncto Baufinanzierung für einen Kredit und verzichten lieber auf langes Sparen. Außerdem müssen die Kreditinstitute vielen Sparern hohe Zinsen zahlen, die schon vor Jahren vereinbart wurden. Das bringt die Bausparkassen in eine schwierige Lage und zwingt sie, nach neuen Möglichkeiten Ausschau zu halten, wie sie ihr Geschäftsfeld erweitern und ihre Angebote und Tarife flexibler gestalten können.

In Aktien investieren und Kunden trotzdem Sicherheit bieten

Größter Kritikpunkt an der gewünschten Gesetzesänderung ist die mangelnde finanzielle Sicherheit, die die Bausparkassen den Sparern bieten könne, würden sie in Aktien investieren. Als institutionelle Investoren sind die Bausparkassen bisher im Interesse der Sparersicherheit verpflichtet, statt in Aktien vor allem in Staatsanleihen zu investieren.

Vor allem die momentan ungünstige Lage der Bausparkassen spricht nach Meinung einiger Experten dagegen, die Institute in Aktien investieren zu lassen. Denn bei Turbulenzen an der Börse könnten sie dann schnell in deutlich größere Schwierigkeiten geraten. Vom Verband der privaten Bausparkassen stammt daher der Kompromiss, die Investitionen in Aktien zu beschränken, um weiterhin die Sicherheit der Sparer zu gewährleisten: „Durch eine Limitierung der Beimischung dieser neuen Positionen auf zum Beispiel 10 Prozent aller Kapitalanlagen einer Bausparkasse bliebe das oberste Gebot der Sicherheit der Sparergelder gewahrt“, zitiert die „FAZ“ Andreas Zehnder Vorstandsvorsitzenden des Verbandes der privaten Bausparkassen.

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