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Aktueller Betriebskostenspiegel: Hohe Nebenkosten

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 08.07.2014

Nebenkosten werden zu einer immer größeren Belastung für Mieter: Pro Quadratmeter betragen die Nebenkosten im Durchschnitt 3,19 Euro. Für eine 80-Qudratmeter-Wohnung entspricht das jährlich 3.062,40 Euro. Den größten Anteil machen dabei die Ausgaben für Heizung und Wasser aus, doch summieren sich gleichzeitig auch die Cent-Beträge für andere Posten.

Die durchschnittliche Nettokaltmiete liegt laut der „Welt“ bei großen Wohnungsgesellschaften im Bundesdurchschnitt bei 5,15 Euro pro Quadratmeter. Angesichts dieser Tatsache kann bei durchschnittlich 3,19 Euro Nebenkosten pro Quadratmeter tatsächlich von der sogenannten zweiten Miete gesprochen werden. Diese Werte hat der Deutsche Mieterbund (DMB) in seinem jüngst veröffentlichten Betriebskostenspiegel basierend auf den Zahlen des Abrechnungsjahres 2012 jetzt ermittelt.

Betriebskostenspiegel: Energiepreise bestimmen Nebenkosten

2,20 Euro, also fast zwei Drittel der Betriebskosten, entfallen dabei auf Heizung und Wasser. Im Betriebskostenspiegel für 2012 ist ein Anstieg der Heizkosten um etwa 17 Prozent zum Vorjahr feststellbar. Dies sei teilweise auf die kälteren Wintermonate und die verlängerte Heizperiode zurückzuführen, aber auch auf die höheren Energiepreise. Die Preise für Heizöl, Fernwärme und Gas sind 2012 allesamt gestiegen. Zwischen Ost und West sind größere Unterschiede mittlerweile nur noch bei der Zusammensetzung, nicht aber so sehr in der Höhe der Nebenkosten erkennbar.

Diese setzen sich laut Betriebskostenspiegel durchschnittlich folgendermaßen zusammen:

Betriebskostenspiel für Deutschland

Nebenkosten: Sparpotenziale erkennen

Während die sogenannten kalten Betriebskosten, beispielsweise für Kabelfernsehen, Hauswartdienste oder Straßenreinigung, in den vergangenen Jahren relativ stabil geblieben sind, treiben die Energiepreise die Wohnkosten zunehmend in die Höhe. Da Heizkosten in den meisten Fällen vom Vermieter direkt mit dem Versorger abgerechnet werden, haben Mieter im Gegensatz zu Immobilienbesitzern hier meist nicht die Möglichkeit, durch einen Anbieterwechsel die Betriebskosten zu senken. Aktiv können Mieter ihre Wohnkosten aber durch den Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter senken. Da Strom in den meisten Fällen nicht Bestandteil der Betriebskosten ist, kann der Mieter den Anbieter frei wählen.

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