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BFH: Auch im Master zahlt Familienkasse Kindergeld

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 23.11.2015

Um auch im Master-Studium von der Familienkasse Kindergeld zu erhalten, mussten Studenten sich bisher bei ihren Nebentätigkeiten an eine wöchentliche Grenze von 20 Stunden halten, weil diese Studiengänge bislang als Zweitausbildung galten. Der Bundesfinanzhof hat nun aber entschieden, dass zumindest ein sogenannter konsekutiver Master zur Erstausbildung zählt.

Dass auch für Kinder mit Studienziel Master von der Familienkasse Kindergeld gezahlt wird, ist nicht ungewöhnlich. Allerdings durften die Studenten in Master-Studiengängen bisher generell nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten, um den Anspruch auf Kindergeld nicht zu verlieren. Nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) hat der Bundesfinanzhof (BFH) nun entschieden, dass zumindest bei einem sogenannten konsekutiven Master das Recht auf Kindergeld auch unabhängig von Nebentätigkeiten besteht.

Nur während Erstausbildung zahlt Familienkasse Kindergeld

Bis zum Alter von 25 Jahren wird von der Familienkasse Kindergeld gezahlt, solange sich der Nachwuchs in einer Ausbildung befindet – und zwar unabhängig davon, ob es sich um die erste, zweite oder dritte Ausbildung handelt. Voraussetzung ist allerdings, dass ab der Zweitausbildung nur maximal 20 Stunden pro Woche nebenbei gearbeitet wird. In der Erstausbildung gilt diese Grenze hingegen nicht. Bisher wurde die Auffassung vertreten, dass es sich bei einem Master nicht mehr um eine Erstausbildung handelt, weil in der Regel bereits ein Bachelor-Abschluss berufsqualifizierend ist. Der Fall eines Wirtschaftsmathematik-Studenten sorgte nun für eine Veränderung.

Konsekutiver Master sorgt für Fortzahlung von Kindergeld

Der junge Mann begann direkt nach seinem Bachelor-Abschluss in Wirtschaftsmathematik mit einem Master-Studium im selben Bereich. Nebenbei arbeitete er 21,5 Stunden pro Woche als studentische Hilfskraft und Nachhilfelehrer. Die Familienkasse verweigerte daraufhin seiner Mutter das Kindergeld. Laut Bundesfinanzhof handelt es sich bei seinem Master aber um ein konsekutives Studium, weil ein enger Zusammenhang zum vorhergehenden Bachelor-Studium besteht. Anders als bei weiterbildenden Master-Studiengängen, für die mehrjährige Berufserfahrung vorausgesetzt wird, kann ein solches Studium direkt im Anschluss an den Bachelor aufgenommen werden. Damit würde sich der junge Mann immer noch in der Erstausbildung befinden und seine Mutter daher weiterhin von der Familienkasse Kindergeld erhalten, entschieden die Richter.

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