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Börsengehandelte Indexfonds werden 15 Jahre alt

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 17.04.2015

Vor 15 Jahren wurden an der Deutschen Börse Indexfonds eingeführt. Seither bieten ETFs eine interessante Möglichkeit zur Geldanlage. Innerhalb von eineinhalb Jahrzehnten etablierte sich diese Anlageform. Heute verwalten ETF-Anbieter allein für deutsche Anleger Milliardenbeträge, sodass die Entwicklung der ETFs in Deutschland als eine echte Erfolgsgeschichte bezeichnet werden kann.

Am 11. April 2000 startete die Frankfurter Börse als erster Handelsplatz in Europa den Handel mit börsengehandelten Indexfonds, den sogenannten „Exchange Traded Funds“ (kurz: ETF). Seit 15 Jahren haben Anleger dadurch eine attraktive Alternative zu klassischen Aktienfonds für die Geldanlage. Laut einem Bericht des „Manager Magazins“ verwalten an der Deutschen Börse gehandelte Indexfonds heute rund 331,6 Milliarden Euro. Doch auch weltweit haben die Fonds, die ohne aktives Fondsmanagement auskommen, eine Erfolgsgeschichte hingelegt.

Indexfonds häufig erfolgreicher als aktiv gemanagte Fonds

Nach Informationen von „CNN“ geht heute von dem gesamten Anlagevolumen in Aktienfonds bereits jeder zehnte Dollar in einen Indexfonds. Zu Beginn der ETF-Ära vor 15 Jahren war es nur jeder fünfte. Die Gründe für diese Erfolgsgeschichte liegen vermutlich in zwei wichtige Eigenschaften der Indexfonds, die sie im Vergleich zu klassischen Aktienfonds als Geldanlage sehr attraktiv machen. Zum einen kommen die Fonds ohne einen aktiven Fondsmanager aus, der eine eigene Anlagestrategie entwickelt und verfolgt. ETFs bilden einfach einen Index, beispielsweise den DAX, nach und folgen seiner Entwicklung.

Durch den geringeren organisatorischen Aufwand fallen kaum Fondsgebühren an. Dadurch bleibt letztendlich mehr von den Kursgewinnen übrig. Darüber hinaus zeigen laut „Manager Magazin“ zahlreiche Studien, dass Fondsmanager mit ihren Strategien selten erfolgreicher sind als die Marktentwicklung selbst. Dies bedeutet, dass ein DAX-Aktienfonds sich häufig schwächer entwickelt als der DAX selbst. Da ein DAX-ETF der Entwicklung des Indizes relativ genau folgt, schneiden ETFs im Vergleich zu klassischen, aktiv gemanagten Aktienfonds häufig besser ab und sind zudem noch kostengünstiger.

Investmentprofis kritisieren ETF-Geldanlage-Praxis

Die Passivität der Indexfonds bringt Anlegern zwar Vorteile, sie wirkt sich allerdings in einem anderen Bereich auch störend aus. So kritisiert Charles Munger, US-Milliardär und Partner von Star-Investor Warren Buffett, gegenüber „CNN“, dass ETFs ihre Aktien langfristig halten und dennoch die ihnen dadurch zustehende Macht nicht nutzten. Durch den Kauf von Aktien erhält die Fondsgesellschaft ein Mitbestimmungsrecht, beispielsweise auf den Hauptversammlungen der jeweiligen Börsenunternehmen. Von diesem Recht machten die Fondsgesellschaften jedoch kaum Gebrauch. Durch das systematische Enthalten bei Abstimmungen könne das Mehrheitsgefüge unter den Aktionären gestört werden.

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