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Bundeskriminalamt zieht mehr Falschgeld ein

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 07.05.2016

Laut Bundeskriminalamt wurde 2015 wesentlich mehr Falschgeld gefunden als im Vorjahr. Grund für den Anstieg ist vor allem die gehäufte Verbreitung gefälschter Geldscheine über das Internet. Anders als in der gesamten EU wird in Deutschland am häufigsten der 50-Euro-Schein gefälscht.

Die Zahl der Delikte mit Falschgeld ist im Jahr 2015 stark gestiegen. Das Bundeskriminalamt registrierte deutlich mehr Fälle als im Vorjahr. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 112.000 gefälschte Banknoten entdeckt.

Bundeskriminalamt konfisziert 5,5 Millionen Euro in Falschgeld

2014 hatte das Bundeskriminalamt 60.800 Falschgelddelikte registriert, 2015 waren es 86.500 Fälle – das entspricht einem Anstieg um 42 Prozent. In den meisten dieser Fälle handelte es sich bei dem Falschgeld um Euronoten: 112.000 falsche Geldscheine in einem Gesamtwert von 5,5 Millionen Euro wurden beschlagnahmt. Der Wert des gefälschten Geldes ist damit im Vergleich zum Vorjahr sogar um 48 Prozent gestiegen.

Seit 2011 hat sich die Zahl der Delikte mit Falschgeld mehr als verdoppelt. Nach Angaben der Ermittler ist die Hauptursache für diesen Anstieg die Tatsache, dass gefälschte Banknoten vermehrt über illegale Plattformen im Internet gehandelt werden. Dort finden sich auch Anleitungen zur Anfertigung eigener Fälschungen.

Fünfziger ist als Falschgeld besonders beliebt

In der EU ist der 20-Euro-Schein mit 69 Prozent die Banknote, die am häufigsten gefälscht wird. In Deutschland zeigt sich dagegen ein anderes Bild: Hier kommt der sprichwörtliche „falsche Fünfziger“ am häufigsten vor und macht rund die Hälfte der eingezogenen Euroscheine aus. Danach folgt die 20-Euro-Note, die einen Anteil von knapp 37 Prozent erreicht.

Trotz des hohen Zuwachses erklärt das Bundeskriminalamt in seinem Bericht: „Trotz der erneut gestiegenen Fallzahlen ist das Falschgeldaufkommen im Vergleich zum Umfang der in Deutschland umlaufenden Banknoten weiterhin als gering zu bezeichnen.“ Laut Berechnungen der Europäischen Zentralbank (EZB) entfielen 2015 in Deutschland zwölf gefälschte Banknoten auf 10.000 Einwohner. In Europa waren es dagegen 27 Falschgeld-Scheine auf 10.000 Einwohner.

Quelle: Handelsblatt

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