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Bundesliga-Vereine wirtschaftlich gut aufgestellt

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 27.08.2014

Viele Bundesliga-Vereine in der 1. und 2. Liga stehen wirtschaftlich gut da. Für die Zukunft erwarten zahlreiche Klubs sogar weitere Zuwächse. Hauptquelle der Einnahmen sind Medienrechte, aber auch im Sponsoring und Merchandising wird weiteres Potenzial gesehen. Investoren sind hingegen nicht in allen Klubs willkommen.

Die meisten Bundesliga-Klubs stehen auf einem soliden finanziellen Fundament. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young hervor, die pünktlich zum Saisonstart der Fußball-Bundesliga veröffentlicht wurde. 65 Prozent der Erst- und Zweitliga-Klubs schreiben demnach derzeit schwarze Zahlen. Im Vorjahr waren lediglich 39 Prozent wirtschaftlich erfolgreich. Der Anteil der Klubs, die Verluste schrieben, ist mit 32 Prozent allerdings etwa gleich geblieben.

Weitere Zuwächse in der Bundesliga erwartet

Die aktuelle wirtschaftliche Lage im deutschen Profifußball schätzen immerhin zwei Drittel der Vereine der 1. und 2. Bundesliga uneingeschränkt positiv ein. Im Vorjahr bewertete nur die Hälfte der Befragten die Situation so positiv. 74 Prozent der Befragten erwarten sogar, dass sich die Wirtschaftslage in der Fußballbranche noch weiter verbessert. Christine Unterhitzenberger, Managerin bei Ernst & Young und Verfasserin der Studie, bewertet den deutschen Profifußball als zunehmend professionalisierte und immer solider wirtschaftende Branche, die sich neue Einnahmequellen erschließt.

Medienrechte sind wichtigste Einnahmequelle

Die wichtigste Einnahmequelle der Bundesliga-Klubs sind Medienrechte. Sie verschaffen den Vereinen höhere Einnahmen als sie aus dem Spielbetrieb und Werbung ziehen können. Und dieser Posten hat weiteres Wachstumspotenzial: Die Ausschüttung von Fernsehgeldern steigt in der kommenden Saison nochmals um etwa 57 Millionen Euro auf insgesamt 710 Millionen Euro für die 1. und 2. Bundesliga. Bei Sponsoring und Merchandising erwarten 50 Prozent der Klub-Manager ebenfalls steigende Einnahmen. Beim Spielbetrieb und in Transfers werden hingegen von nur etwa 25 Prozent noch Chancen für steigende Einnahmen gesehen.

Geteilte Meinungen bezüglich Finanzinvestoren

Gespalten sind die Meinungen der Befragten, was Finanzinvestoren in der Fußballbranche betrifft. Zwar ist sich ein Großteil der Befragten einig, dass Fremdkapital für die Klubs zunehmend wichtiger werden wird, doch lediglich 28 Prozent bewerten das größere Engagement von Investoren als den richtigen Weg für eine zukunftssichere Aufstellung des deutschen Profifußballs. Insbesondere Vertreter der Zweitligavereine sehen beispielsweise in sogenannten Fan-Anleihen geeignetere Finanzierungsmodelle. Diese können mit verhältnismäßig niedrigen Zinsen ausgegeben werden, da Klubs dabei auf die Solidarität ihrer Fans setzen dürfen. Wem es um  hohe Renditen geht, der wird ohnehin geeignetere Finanzprodukte wie beispielsweise ETFs wählen.

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