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Dank Flexi-Rente das Ruhegeld leichter aufbessern

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 16.09.2016

Die Flexi-Rente ist beschlossene Sache und tritt Mitte 2017 in Kraft. Dann entfallen starre Regeln für viele Ruheständler, die ihre Rente aufbessern wollen. Für den Zuverdienst wird eine Jahresgrenze und damit mehr Flexibilität eingeführt. Mögliche Abschläge sind so leichter zu kalkulieren.

Viele angehende Ruheständler sehen der Zeit nach ihrem Berufsleben mit gemischten Gefühlen entgehen. Die neue Flexi-Rente soll ihnen den Übergang erleichtern, falls sie sich nach ihrer aktiven Zeit etwas dazuverdienen wollen oder müssen. Denn bisher galten dafür strenge Regeln. Sie werden ab dem 1. Juli 2017 abgelöst. Senioren, die ihre Rente aufbessern wollen, haben es dann einfacher.

Nur 450 Euro Zuverdienst pro Monat sind aktuell abschlagsfrei

Bislang ist das nämlich noch eine komplizierte Angelegenheit. Insbesondere für Menschen, die vor Ablauf der gesetzlichen Altersgrenze von aktuell 65 Jahren und fünf Monaten in Rente gegangen sind. Sie müssen dafür grundsätzlich Abschläge ihres Ruhegelds hinnehmen. Wollen sie den reduzierten monatlichen Beitrag durch Weiterarbeiten erhöhen, so geht das momentan nur bis zu einer Grenze von monatlich 450 Euro – jedenfalls ohne eine zusätzliche Minderung. Wer dieses Niveau überschreitet, wird vom Staat zur Kasse gebeten, der dann bis zu einem Drittel der Rente einbehält. Allerdings: In zwei Monaten eines Jahres darf der Zuverdienst auf jeweils 900 Euro steigen, ohne dass Abstriche zu befürchten sind. Ausgenommen davon sind Personen, die bis zur Altersgrenze mit dem Eintritt in den Ruhestand gewartet haben. Sie dürfen unbegrenzt ihre Rente aufbessern und brauchen trotzdem nicht mit Abzügen rechnen.

Flexi-Rente führt eine Jahresgrenze ein

Was soll sich mit der Flexi-Rente ändern? Statt einer monatlichen gilt ab Mitte kommenden Jahres eine Jahresgrenze für den Zuverdienst. Diese liegt bei 6.300 Euro, was 14-mal 450 Euro entspricht. Der abschlagsfreie Höchstbetrag ist damit zwar summarisch gleich geblieben. Er lässt sich aber flexibler handhaben. Dennoch gilt weiter: Wer darüber hinaus seine Rente und damit den Stand seines Girokontos aufbessern will, muss dafür finanziell bluten. 40 Prozent des mehr erarbeiteten Betrags werden in solchen Fällen auf die Rente angerechnet.

Auch die Arbeitgeber haben etwas davon

Weitere Neuerung: Auch Ruheständlern, die die Regelaltersgrenze erreicht haben und somit Ansruch auf ihre volle Rente haben, soll eine fortgesetzte Beschäftigung schmackhaft gemacht werden. Sie dürfen künftig weiter in die Rentenkasse einzahlen und können so ihren Rentenanspruch– in Verbindung mit den Einzahlungen ihrer Arbeitgeber – erhöhen. Apropos Arbeitgeber: Sie brauchen mit dem Einzug der Flexi-Rente keinen Beitrag mehr in die Arbeitslosenversicherung einschießen. Das gilt wohlgemerkt nur für jene ihrer Arbeitnehmer, die die Regelaltersgrenze erreicht haben.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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