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Datenklau beim Banking: Warnung vor Schadsoftware

Autor: FinanceScout24 - Zuletzt aktualisiert am 26.08.2016

Kriminelle Hacker haben derzeit offenbar verstärkt die Online-Banking-Zugangsdaten deutscher Bankkunden im Visier. Einem Medienbericht zufolge warnen IT-Sicherheitsexperten aktuell vor Angriffen einer Schadsoftware, die Datenklau betreibt. Die Kriminellen nutzen demnach auch gefälschte Internetseiten von Banken, um Daten zu stehlen und Geld ins Ausland zu transferieren.

Derzeit ist offenbar eine Schadsoftware im Umlauf, mit der sensible Daten deutscher Online-Banking-Nutzer abgefangen werden können. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) unter Berufung auf eine Warnung von Sicherheitsexperten des IT-Konzerns IBM. Demnach hat die Zahl der Datenklau-Angriffe zuletzt deutlich zugenommen.

Mehr Angriffe auf Bankdaten im August

Die Schadsoftware namens "GozNym" hat demnach im Frühjahr in den USA bereits Millionenschäden angerichtet. Nun seien Banken in den deutschsprachigen Ländern in das Visier der Hacker gerückt, so ein IBM-Sprecher laut "FAZ". Knapp 1.500 Angriffe der Schadsoftware auf Girokonten habe es im August 2016 in Europa gegeben. Das bedeute einen signifikanten Anstieg gegenüber den Vormonaten. Kunden von 13 deutschen Banken seien betroffen.

Schadsoftware fängt Anmeldedaten beim Online-Banking ab

"GozNym" ist laut den IBM-Experten ein sogenannter hybrider Trojaner, der mehrere kriminelle Vorgehensweisen zum Datenklau kombiniert. Die Schadsoftware wird unbemerkt auf fremde Rechner gespielt und fängt anschließend Anmeldedaten ab, zum Beispiel die Login-Daten beim Online-Banking. Dazu werden unter anderem täuschend echte Kopien der echten Bank-Internetseiten verwendet.

Auch dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist die Schadsoftware laut "FAZ" bereits bekannt. "GozNym ist ein Online-Banking-Trojaner wie viele andere, die leider mit großem Erfolg von Online-Kriminellen eingesetzt werden", so ein Sprecher des Bundesamts.

Schutz vor Datenklau: Vorsicht auch auf der Original-Website

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) bestätigte bereits Angriffe der Schadsoftware und hat eine Warnung an seine Kunden herausgegeben. Kunden sollten demnach bei vermeintlich von der Bank abgesendeten E-Mails, die Links oder Anhänge enthalten, misstrauisch werden. Auch bei anderen Banken ist die Software bekannt. IBM warnt zudem davor, dass auch bei der Nutzung der Original-Website der Bank ein Risiko bestehen kann: Wenn der Rechner bereits mit der Schadsoftware infiziert sei, könne er Kunden auch bei Eingabe der richtigen URL auf die gefälschten Seiten umleiten. Laut BSI sollten Online-Banking-Kunden daher dringend regelmäßig ihre Anti-Viren-Programme aktualisieren und Sicherheitsupdates ausführen.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung

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