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Demografischer Wandel gefährdet das Rentenniveau

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 02.05.2015

Laut einer aktuellen Prognose wird in Deutschland ein massiver demografischer Wandel stattfinden. Bereits in 20 Jahren könnte das Rentenniveau nur noch für das Nötigste reichen, denn immer weniger Arbeitnehmer müssen die Renten für eine stetig zunehmende Zahl von Senioren finanzieren. Zuwanderung und zusätzliche private Vorsorgebemühungen gewinnen daher stärker an Bedeutung.

Als „demografischer Wandel“ wird die Entwicklung bezeichnet, bei der sich die Zusammensetzung einer Bevölkerung verändert. In Deutschland verläuft dieser demografische Wandel zunehmend besorgniserregend, denn der Altersdurchschnitt der Bevölkerung steigt stetig an. Laut der aktuellen Bevölkerungsprognose des Statistischen Bundesamtes, über die die „Welt“ berichtet, könnte bereits in 45 Jahren jeder dritte Mensch in der Bundesrepublik über 65 Jahre alt sein. Steigt der sogenannte Altenquotient wie von den Statistikern berechnet an, hätte dies dramatische Folgen für das Rentenniveau.

Demografischer Wandel: Deutschland schrumpft und altert

Im Jahr 2060 wird die Bevölkerungszahl in Deutschland laut den Bundesstatistikern bei 67,6 bis 73,1 Millionen Menschen liegen. Damit würde die Bevölkerung von aktuell rund 81 Millionen innerhalb der nächsten 45 Jahre trotz steigender Zuwanderung deutlich schrumpfen. Während sinkende Bevölkerungszahlen nicht grundsätzlich negativ sind, gibt der prognostizierte demografische Wandel in Bezug auf das Durchschnittsalter Anlass zur Sorge. Innerhalb der letzten 20 Jahre ist das sogenannte mittlere Alter von 37 auf 45 Jahre gestiegen. Verläuft die Entwicklung wie von den Statistikern berechnet, werden im Jahr 2060 32 bis 33 Prozent der Deutschen über 65 Jahre alt sein.

Das Verhältnis von Menschen im erwerbsfähigen Alter zu Menschen im Rentenalter wird sich entsprechend verschärfen.

Verhältnis von Erwerbsfähigen zu Rentnern

Ein solcher demografischer Wandel könnte sich negativ auf das Rentenniveau auswirken. Wenn immer weniger Erwerbstätige die Renten von immer mehr Senioren finanzieren müssen, kann dieses wachsende Ungleichgewicht nur durch steigende Rentenbeiträge und sinkende Renten aufgelöst werden. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V (GDV) geht davon aus, dass die gesetzliche Rente bereits 2035 nur noch eine Basisabsicherung bieten kann. Ohne eine zusätzliche private Altersvorsorge wird es in Zukunft für Bundesbürger immer unwahrscheinlicher, den gewohnten Lebensstandard im Alter halten zu können.

Rentenniveau kaum absehbar

Allerdings weist der GDV darauf hin, dass die Bundesregierung ihre Prognoserechnungen zur Altersrente dringend über das Jahr 2030 hinaus ausdehnen müssen. Die aktuellen Berechnungen reichten nicht weit genug in die Zukunft. Wer heute in jüngeren Jahren seine private Altersvorsorge planen möchte, benötige dazu verlässliche Berechnungen zu künftigen Rentenbeitragssätzen und dem zu erwartenden Rentenniveau.

 

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