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Deutlicher Anstieg privater Konsumausgaben in 2015

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 17.03.2016

Den jährlich am 15. März stattfindenden Weltverbrauchertag nahm das Statistische Bundesamt dieses Jahr zum Anlass, die privaten Konsumausgaben in Deutschland etwas näher unter die Lupe zu nehmen. Es zeigte sich: Aus verschiedenen Gründen stieg dieser im Jahr 2015 so stark an wie seit Jahren nicht mehr.

2015 wiesen in Deutschland die preisbereinigten privaten Konsumausgaben das größte Wachstum seit fünfzehn Jahren auf, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Wachstum der privaten Konsumausgaben durch positive Konjunkturentwicklung

So legten die Konsumausgaben der privaten Haushalte 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent zu. Zum letzten Mal waren sie im Jahr 2000 stärker angestiegen, nämlich um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gemessen an den tatsächlich von den Verbrauchern gezahlten Preisen, also ohne Berücksichtigung der Inflation, stiegen die Konsumausgaben der privaten Haushalte sogar um 2,6 Prozent und befanden sich entsprechend bei 1,63 Billionen Euro.

Ein wichtiger Grund für das starke Wachstum der Konsumausgaben der privaten Haushalte liegt laut Statistischem Bundesamt bei den Verbraucherpreisen, die im Jahr 2015 um nur 0,3 Prozent zulegten. Neben dieser niedrigen Inflation sorgten laut „Süddeutscher Zeitung“ aber auch die gute Konjunktur und die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt für Kauflaune bei den Deutschen. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im vergangenen Jahr auf ein Rekordniveau von 43 Millionen. Es gab also mehr Deutsche, die einen regelmäßigen Gehaltseingang auf ihrem Girokonto verzeichnen konnten. Und viele beließen ihr Geld offenbar auch gleich dort, um es für Konsumausgaben zu nutzen. Denn niedrige Zinsen machten eine Anlage des Einkommens für viele Deutsche unattraktiv.

Mehrausgaben der privaten Haushalte in verschiedenen Bereichen

In den privaten Haushalten wurde in Deutschland 2015 für verschiedene Dinge mehr Geld als zuvor ausgegeben. So stiegen die Ausgaben für Gastronomie und Beherbergung um 6 Prozent, jene für Haushaltsgeräte und Einrichtungsgegenstände um 3,4 Prozent. Die Deutschen gönnen sich also offensichtlich häufiger mal etwas. Mit nur 1,1 Prozent waren die Mehrausgaben für Wohnung sowie Wasser, Strom, Gas und weitere Brennstoffe vergleichsweise gering. Laut dem Statistischen Bundesamt liegt dies vor allem im am deutlichen Rückgang des Ölpreises begründet.

Im europäischen Vergleich lag der Anstieg der preisbereinigten privaten Konsumausgaben in Deutschland im Mittelfeld. So betrug der durchschnittliche Zuwachs in der Europäischen Union 2,1 Prozent. In Italien und Frankreich war der Anstieg mit 0,9 Prozent und 1,4 Prozent teilweise deutlich geringer, im Vereinigten Königreich mit 2,9 Prozent höher als in Deutschland.

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