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Deutsche Bank schließt gut jede vierte Filiale

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 22.07.2016

Jetzt ist es klar: Von 188 Filialen wird sich die Deutsche Bank im kommenden Jahr in Deutschland verabschieden – das offenbart eine jetzt von dem Geldinstitut veröffentlichte Liste. Die Sparmaßnahmen treffen die Kunden in Nordrhein-Westfalen und Berlin am stärksten – hier fallen insgesamt fast 100 Standorte weg.

Wer sein Girokonto bei der Deutschen Bank hat, könnte in Zukunft einen weiteren Weg zur nächsten Filiale in Kauf nehmen müssen. Das Finanzinstitut hat jetzt eine Liste veröffentlicht, aus der hervorgeht, welche Standorte im kommenden Jahr geschlossen werden sollen. Die Maßnahme soll zum einen zur Kostensenkung führen. Allerdings betont das Geldhaus auch, dass dies andererseits auch eine Reaktion auf den vermehrten Einsatz des Onlinebankings seitens der Kundschaft sei. „Immer weniger Menschen nutzen das Angebot, in eine Filiale zu kommen“, sagte Christian Sewing, Privatkundenvorstand der Deutschen Bank, am Sonntag.

Mehr als ein Viertel der Filialen wird geschlossen

Von den bisher 723 Filialen in Deutschland sollen demnach 188 Standorte wegfallen. Besonders betroffen sind dabei die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Berlin. Während im bevölkerungsreichsten Bundesland 51 Außenstellen geschlossen werden, sind es in der flächenmäßig viel kleineren Hauptstadt 43 – darin sind allerdings auch 26 Filialen der Berliner Bank enthalten, einer Konzerntochter der Deutschen Bank.

Doch auch beispielsweise in Baden-Württemberg müssen Kunden in Zukunft auf zwölf, in Bayern und Hessen auf jeweils elf Filialen verzichten. Das Filialnetz in Hamburg und Bremen wird ebenfalls kleiner. Sachsen und Sachsen-Anhalt sind am wenigsten betroffen: Jeweils nur ein Standort wird hier gestrichen. Einzig in Schleswig-Holstein bleiben alle bisherigen Filialen geöffnet.

Auch ohne Onlinebanking soll Beratung erhalten bleiben

30 ländliche Standorte sollen nach dem Plan der Deutschen Bank in sogenannte „Finanzagenturen“ umgewandelt werden, Beratungsangebot und Geldautomaten sollen so dort weitestgehend erhalten bleiben. Damit reagiert man offenbar auf die Hälfte Kundschaft, die nach Aussage des Geldinstituts mehr als einmal pro Jahr eine Filiale der Bank besucht. Für die anderen 50 Prozent, die ohnehin lieber das Onlinebanking nutzen, sollen bis 2020 rund 750 Millionen Euro in das digitale Angebot investiert werden.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Welt

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