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Deutsche befürchten weiter sinkendes Rentenniveau

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 13.08.2016

Bezüglich der Sicherung der gesetzlichen Rente ist das Vertrauen der Bundesbürger in die Politik offenbar nicht sehr groß. Dass es gelingen könnte das Rentenniveau langfristig stabil zu halten, glauben die wenigsten. Viele Deutsche wissen zudem gar nicht, was sie im Alter von der gesetzlichen Rente zu erwarten haben.

62 Prozent der Deutschen glauben nicht, dass die Politik ein Absinken des Rentenniveaus auf Dauer verhindern kann. Die Mehrheit findet die derzeit diskutierten Maßnahmen zur Stabilisierung der gesetzlichen Rente zudem nicht akzeptabel und würde stattdessen andere Möglichkeiten zur Sicherung ihrer finanziellen Versorgung im Alter bevorzugen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Finanzdienstleisters MLP hervor.

Langfristig stabiles Rentenniveau: Nur wenige glauben daran

Im Zuge des Vorwahlkampfs wird das Thema Rente in allen Facetten diskutiert. So landen neben der Reform der Riester-Rente auch zahlreiche andere Vorschläge zur Stabilisierung des Rentenniveaus immer wieder auf dem Tisch. Wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag von MLP jetzt zeigt, glaubt ein Großteil der deutschen Bevölkerung allerdings nicht daran, dass die Politik diese Ziele dauerhaft umsetzen kann. Demnach vertraut nicht einmal jeder Vierte Bundesbürger darauf, dass die Stabilisierung der gesetzlichen Rente gelingt.

Maßnahmen zur Stabilisierung der gesetzlichen Rente finden wenig Zustimmung

Aus den Ergebnissen der Studie geht auch hervor, dass die Mehrheit der Deutschen mit den angedachten Maßnahmen zur Sicherung der gesetzlichen Rente nicht einverstanden ist. Lediglich zehn Prozent würden ein höheres Renteneintrittsalter als 67 Jahre akzeptieren und nur 13 Prozent könnten sich mit Beiträgen oberhalb des aktuellen Satzes von 18,7 Prozent anfreunden. 58 Prozent halten es für sinnvoller, das sinkende Rentenniveau über andere Säulen der Altersvorsorge, zum Beispiel über die betriebliche Altersversorgung, auszugleichen. „Für die Politik sollte die Weiterentwicklung der ergänzenden Altersvorsorge im Mittelpunkt stehen. Die Bürger haben ein realistisches Bild davon, dass die weitere Absenkung des Rentenniveaus unausweichlich ist“, kommentiert Manfred Bauer, Mitglied im Vorstand von MLP, die Studienergebnisse.

Viele Deutsche sind nicht ausreichend aufgeklärt

Beim Thema Vorsorge gibt es außerdem weiterhin Aufklärungsbedarf: Wie die Umfrage zeigt, können viele Deutsche, die derzeit noch keine Altersbezüge erhalten, nicht einschätzen, was sie überhaupt von der gesetzlichen Rente zu erwarten haben: 32 Prozent haben keine konkrete Vorstellung davon, wie hoch ihre Rente ausfallen wird. 27 Prozent gaben an, sie hätten eine „grobe Idee“ davon.

Quelle: MLP

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