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Dieselfahrzeuge: Absatz 2016 bisher sehr hoch

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 09.07.2016

Dieselfahrzeuge überzeugen viele Verbraucher aufgrund ihres günstigeren Kraftstoffs, gleichzeitig gelten sie jedoch als besonders problematisch für Umwelt und Gesundheit. Die Politik plant aus diesen Gründen Abgas-Nachkontrollen – doch aktuelle Absatzzahlen zeigen, dass viele Autofahrer nach wie vor auf Diesel setzen.

Bis einschließlich Juni wurde im Jahr 2016 in Deutschland eine so hohe Anzahl an Dieselfahrzeugen zugelassen wie noch nie zuvor – nämlich 812.000 Stück.

Viele Autofahrer setzen weiterhin auf Diesel-PKWs

Laut Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), wurden noch niemals zuvor innerhalb der ersten sechs Monate eines Jahres derart viele Autos mit Dieselantrieb zugelassen. Zusätzlich zu dieser Entwicklung erwartet der VDA nach einem Bericht der „Welt“ global einen Absatzrekord für die deutsche Autoindustrie  – demnach könnten im Jahr 2016 Autofahrer weltweit rund 80,6 Millionen Fahrzeuge kaufen. Die 80-Millionen-Marke könnte somit erstmalig überschritten werden.

Die Absatzzahlen rund um Dieselfahrzeuge in Deutschland sind jedoch nicht rundweg positiv: So ist der Anteil der mit Selbstzünder-Motoren ausgestatteten Autos im Vergleich zu Benzinern um ein Prozent gesunken. Er liegt nun noch bei etwa 47 Prozent. Zudem entscheiden sich gerade Privatkunden seltener für einen Diesel – laut „Welt“ sind es vor allem Geschäftskunden, die aufgrund der niedrigeren Preise für Kraftstoff auf Dieselfahrzeuge setzen. Privatkunden dagegen agieren beim Neuwagenkauf bereits seit Jahren eher zurückhaltend.

Neue gesetzliche Bestimmungen für Nachkontrolle der Dieselfahrzeuge

Entsprechend sehen, wie die „Welt“ berichtet, viele Branchenvertreter auch in der Abgasaffäre keinen Grund, eine grundsätzliche Neuausrichtung zu planen, schließlich zeigen viele Autofahrer durch den Kauf von Dieselfahrzeugen, dass sie weiterhin bereit sind, auf Autos mit Selbstzünder-Motoren zu setzen. Das Umweltbundesamt jedoch plant aktuell die mögliche Durchführung eigener Abgastests , die unter realen Fahrbedingungen stattfinden sollen. Laut Wissmann wird die deutsche Automobilindustrie diese Tests unterstützen. Auch den Plänen durch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), die Autobauer zukünftig zu verpflichten die Motorensoftware zur Nachkontrolle zugänglich zu machen, werde die Automobilindustrie, so Wissmann, nicht im Wege stehen. 

Quelle: Welt

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