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DSW-Watchlist: Kein Geld mit diesen Aktien

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 30.03.2016

Das ersparte Geld mit Aktien profitabel anlegen – das ist in Zeiten historischer Niedrigzinsen eigentlich eine gute Idee. Eine Garantie auf hohe Renditen ist sie aber nicht. Das zeigt eine Liste mit den größten Kapitalvernichtern der vergangenen Jahre. Und sie beweist auch: Sogar Dax-Dickschiffe kommen manchmal vom gewünschten (Aktien-)Kurs ab.

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat ihre jährliche Schwarze Liste veröffentlicht. Hier werden die 50 Unternehmen mit den höchsten Kursverlusten der vergangenen ein, drei und fünf Jahre aufgelistet. Schon seit 2001 listen die Aktionärsschützer mit welchen Aktien Geld verdienen in der Vergangenheit kaum möglich war. Diesmal mit einer kleinen Neuerung: Sie haben auch die Dividendenzahlungen der Unternehmen in ihre Betrachtung miteinbezogen. Das führte am Ende zu zwei Versionen der DSW-Watchlist – eine bildet die Kursentwicklung, die andere die Performance-Entwicklung ab. Relevanter ist dürfte für Privatanleger Letztere sein. Denn wer Geld mit Aktien verdienen will, für den zählt nicht nur der Kurswert der Papiere in seinem Depot, sondern auch die Ausschüttung der Unternehmen.

Mehr Geld mit Aktien durch Dividenden? Nicht in jedem Fall!

Immerhin 31 der 50 Unternehmen auf der DSW-Watchlist haben innerhalb des untersuchten Zeitraums wenigstens einmal Geld an ihre Aktionäre ausgeschüttet. Ein gutes Zeichen ist das aber nicht zwangsläufig. „Nur bei wenigen hat die Dividende etwas an dem fatalem Performance-Rückgang ändern können“, zitiert die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ den Hauptgeschäftsführer des DSW, Marc Tüngler. Den Beweis liefert ein Vergleich mit der Kursliste, auf der oben die fünf gleichen Unternehmen stehen, die auch unter Performance-Gesichtspunkten besonders schlecht abschneiden. Geld mit Aktien verdienen – das klappte mit ihnen also nicht.

Die Top 5 der unerfolgreichsten Aktien

  • Vtion Wireless Technology
    Der Anbieter von Mobilfunk-Datenkarten ist ein Neuling in der DSW-Liste und schaffte es darin auf Anhieb ganz nach oben. Sein Kurs sackte nach einem Umsatzeinbruch ab. In den drei berücksichtigten Zeiträumen (ein Jahr, drei Jahre und fünf Jahre) legte das Unternehmen mit minus 90,1 Prozent, minus 77,7 Prozent und minus 71 Prozent den schlechtesten Auftritt hin.
  • Singulus Technologie
    Der Maschinenbauer belegt den nicht minder unrühmlichen Platz zwei in beiden Listen. Geld mit Aktien ließ sich bei ihm ebenso wenig machen, wie mit dem Spitzenreiter. Der Singulus-Kursverlauf in nackten Zahlen: minus 58,1 Prozent, minus 79,6 und minus 93,4 Prozent.
  • Telegate AG
    Das Unternehmen gilt als Spezialist für Telefonauskunft und regionale Werbung. Hohe Renditen gehören offenbar jedoch nicht zum Spezialgebiet von Telegate.  Seinen Anlegern bescherte der Konzern jedenfalls binnen fünf Jahren ein Minus von 83 Prozent.
  • Teles AG
    79 Prozent Kursverlust nach fünf Jahren – damit schaffte es der Hersteller von Kommunikationslösungen fast auf das Treppchen. Die Manager reagierten im vergangenen Jahr mit einer Umstrukturierung. Grund: Umsatzrückgang und niedrige Stückzahlen.
  • Aixtron
    Auch dieser Maschinenbauer enttäuschte die Aktionäre mit einer desolaten Kursentwicklung. Sein Papier schrumpfte innerhalb von fünf Jahren um 85 Prozent im Wert.

Doch es sind nicht immer nur kleinere Unternehmen, bei denen kein Geld mit Aktien zu holen war. Mit RWE steht auch ein DAX-Riese auf der DSW-Watchlist. In der Kategorie Performance rangiert er auf Platz neun und in der Kategorie Kurs auf Platz sechs (minus 76,45 Prozent/fünf Jahre). Damit schaffte es der angeschlagene Energiekonzern es zum ersten Mal in die Top 10 der Aktionärsschützer.

Trotz Negativbeispielen: Mehr Geld mit Aktien als mit Spareinlagen möglich

Anleger sollten sich von diesen Verlusten allerdings nicht verunsichern lassen, sondern sich bewusst machen, dass es sich um Extremfälle handelt. Denn trotz dieser Negativbeispiele klappte das Geld verdienen mit Aktien zuletzt für viele Anleger sehr gut. Mit Wertpapieren ließen sich 2015 die höchsten Renditen erzielen, wie eine Untersuchung des Bankenverbands kürzlich zeigte. Auf Platz zwei lag mit deutlichem Abstand die Geldanlage in Gold.

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