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Keine Versicherungsplicht für E-Bikes

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 01.07.2015

E-Bikes bergen kein größeres Unfallrisiko als herkömmliche Fahrräder. Zumindest solange damit nicht schneller als mit 25 km/h gefahren wird. Daher ist keine generelle Versicherungspflicht erforderlich. Dies hat nun eine Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) ergeben.

E-Bikes werden zunehmend beliebter. 410.000 Räder mit elektrischer Antriebshilfe wurden 2013 in Deutschland verkauft, wie die UVD in einer Pressemitteilung schreibt. Mit den Verkaufszahlen nehmen jedoch auch die Bedenken über die Sicherheit im Straßenverkehr zu. Die Unfallforscher haben nun festgestellt, dass E-Bike-Fahrer zwar etwas schneller unterwegs sind als normale Fahrradfahrer, aber nicht häufiger in gefährliche Situationen geraten. Somit bestehe kein Grund, für Elektro-Fahrräder eine Kfz-Versicherung verpflichtend vorzuschreiben, solange ihr Motor nicht stärker als 250 Watt und die maximale Geschwindigkeit auf 25 Stundenkilometer beschränkt ist.

Kein erhöhtes Unfallrisiko für E-Bikes

Gemeinsam mit der Technischen Universität Chemnitz haben die Unfallforscher 90 Testteilnehmer im Alter von 16 bis 83 Jahren mit Kameras auf verschiedenen Zweiradtypen ausgestattet, um vier Wochen lang ihr Fahrverhalten aufzuzeichnen. Darunter waren 31 Fahrradfahrer, 49 Pedelec-, also E-Bike-Fahrer, und zehn S-Pedelec-Fahrer. Letzteres ist ein schnelles E-Bike, das vor dem deutschen Gesetz nicht mehr als Fahrrad, sondern als Leichtkraftrad gilt.

Somit unterliegt es bereits der Versicherungs- sowie Helmpflicht und darf nur auf der Straße benutzt werden. Den Unfallexperten fiel im Rahmen der Untersuchung auf, dass vor allem ältere Menschen auf E-Bikes unterwegs sind. Den Elektromotor nutzt die überwiegende Mehrheit jedoch nur als Antriebshilfe, nicht zur Beschleunigung. Das belegen die nur leicht höheren Durchschnittsgeschwindigkeiten im Vergleich zu den Fahrradfahrern.

Kein Grund für eine Versicherungspflicht bei E-Bikes

Zu kritischen Situationen kommt es der Untersuchung zufolge bei allen drei Fahrradtypen gleich häufig. Diese entstünden vor allem beim Abbiegen. Dabei käme es häufig zu Komplikationen mit Autofahrern, doch auch mit anderen Fahrradfahrern und Fußgängern könnten gefährliche Situationen entstehen. Aber auch hier gelte, dass E-Bike-Fahrer nicht gefährdeter seien als nichtmotorisierte Radfahrer. Für die Versicherungsbranche sind diese Ergebnisse insofern relevant, als dass für die Politik derzeit kein Grund bestehen dürfte, eine Kfz-Versicherungspflicht für die immer größere Anzahl an E-Bikes einzuführen. Die UVD weist jedoch auch darauf hin, dass eine aufmerksame Beobachtung der weiteren Entwicklung erforderlich sei.

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