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E-Health: Versicherte misstrauen Digitalisierung

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 15.04.2016

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen gibt vielen Versicherten einer aktuellen Studie zufolge Anlass zu Misstrauen. Sie sich unsicher, ob der Datenschutz ausreichend gewährleistet werden kann. Auch Wearables werden nur wenig zu Gesundheitszwecken genutzt. Die Zufriedenheit mit den Versicherern ist aber insgesamt sehr hoch.

Fast jeder zweite Versicherte beurteilt die Digitalisierung im Gesundheitswesen kritisch. Das ergibt das aktuelle Healthcare-Barometer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Dem neuen E-Health-Gesetz, das die Einführung von digitalen Infrastrukturen im Gesundheitswesen, wie zum Beispiel der elektronischen Gesundheitskarte, regelt, bringen viele der 1.000 Studienteilnehmer nur geringes Vertrauen entgegen.

Skepsis gegenüber Digitalisierung und E-Health

Fast die Hälfte der Befragten bezweifelt, dass ihre persönlichen Gesundheitsdaten bei digitaler Speicherung und Übermittlung sicher sind. 47 Prozent der privat Versicherten und 43 Prozent der gesetzlich Versicherten erklärten, dass sie sich zwar der Vorteile bewusst seien, aber aufgrund des Risikos eines Datenmissbrauchs skeptisch bleiben würden. Nur 14 beziehungsweise 22 Prozent beurteilen das neue E-Health-Gesetz uneingeschränkt positiv und erwarten von der Digitalisierung mehr Möglichkeiten und eine höhere Flexibilität für sich. 21 Prozent in beiden Versichertengruppen sind mit dem Gesetz gar nicht vertraut.

Auch im persönlichen Alltag ist die Digitalisierung erst bei wenigen Versicherten angekommen: Nur 17 Prozent nutzen Wearables oder Apps, um ihre Gesundheit positiv zu beeinflussen. Damit ist der Wert im Vergleich zum Vorjahr nicht gestiegen.

Zufriedenheit mit Krankenversicherern insgesamt gut

Mit 89 Prozent ist die Mehrheit der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrem Krankenversicherer. Dabei wurde nicht zwischen der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung unterschieden. 79 Prozent der Befragten gaben an, von ihrer Krankenkasse beziehungsweise Krankenversicherung alle nötigen Leistungen zu erhalten. Auch das deutsche Gesundheitssystem wurde von den Studienteilnehmern positiv bewertet: 59 Prozent glauben, dass es zu den besten drei Gesundheitssystemen weltweit gehört.

In puncto Unzufriedenheit bei ärztlichen Behandlungen werden in der Studie Unterschiede zwischen der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung deutlich: Während 49 Prozent der privat Versicherten dabei nichts zu beanstanden haben, sind es bei den gesetzlich Versicherten nur 31 Prozent. Mitglieder der GKV beklagen mit 45 Prozent hauptsächlich, dass Ärzte sich zu wenig Zeit für sie nehmen.

 Quelle: PwC

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