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Preise für Eigentumswohnungen: Noch Luft nach oben

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 17.03.2015

Trotz vorangegangener Preisexplosionen in deutschen Großstädten könnten Eigentumswohnungen sogar noch teurer werden. Eine Immobilienblase halten Experten jedoch für unwahrscheinlich. In den meisten Regionen sind die monatlichen Kosten für Eigentumswohnungen geringer als Mietausgaben. Selbst bei steigenden Zinsen würde sich Wohneigentum vielerorts noch rechnen.

In München ist der durchschnittliche Preis für Eigentumswohnungen in den letzten vier Jahren beinahe um die Hälfte gestiegen. Und auch in anderen deutschen Großstädten haben die Immobilienpreise seit 2010 kräftig angezogen. Dennoch halten Experten weitere Preiszuwächse für möglich und sogar für gerechtfertigt. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) hervor.

Preise für Eigentumswohnungen haben noch Luft nach oben

Trotz immenser Steigerungsraten bei den Durchschnittspreisen für Eigentumswohnungen sehen die Verfasser der Studie keine Überhitzung des deutschen Immobilienmarktes. Dabei haben die Preise zwischen 2010 und 2014 kräftig angezogen:

  • in München um 47 Prozent,
  • in Berlin um 41 Prozent und
  • in Hamburg um 39 Prozent.

Dennoch hätten die Immobilienpreise noch viel Luft nach oben, zumal die monatlichen Kosten für eine Eigentumswohnung in den meisten Regionen deutlich unter den entsprechenden Mieten lägen.

Steigende Immobilienpreise werden durch Niedrigzinsen ausgeglichen

Zurückzuführen ist dies vor allem auf die derzeit sehr günstigen Konditionen für Baufinanzierungen. Das IW Köln vergleicht anhand eines sogenannten Wohnnutzerkostenkonzepts, das neben Zinsen die Kosten für Wohneigentum und Mieten sowie zahlreiche weitere Faktoren berücksichtigt, . Demnach war es 2008 noch in 95 Prozent aller Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland günstiger, zur Miete zu wohnen als in der eigenen Immobilie. 2014 sei dies nur noch in vier Landkreisen der Fall gewesen.

Wohneigentum selbst bei Zinsanstieg vielfach günstiger

Selbst wenn die Zinsen wieder steigen, würde sich der Kauf einer Eigentumswohnung häufig noch rentieren. Laut IW-Studie lägen die Selbstnutzerkosten für Wohneigentum bei einem Zinsanstieg um ein Prozent nur in 35 Kreisen um mehr als 10 Prozent über den Mietkosten. Betroffen wären davon ausschließlich Regionen in Bayern, die derzeit stark boomen. Die Gefahr einer Immobilienblase sei in Deutschland auch aufgrund der besonnenen Kreditvergabe der Banken gering. „In Ländern wie Spanien oder Irland hatte sich das Kreditvolumen im Vorfeld der Finanzkrise nahezu verdreifacht. In Deutschland sind die vergebenen Immobilienkredite seit 2010 nur um rund 9 Prozent gestiegen“, erklärt Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanz- und Immobilienmärkte beim IW Köln.

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