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Deutsche investieren stärker in Einbruchschutz

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 09.06.2016

Die aktuellen Nachrichten lassen in letzter Zeit wohl viele kritisch über den Einbruchschutz ihres Zuhauses nachdenken. Denn Wohnungseinbrüche haben im vergangenen Jahr ein neues Rekordhoch erreicht. Entsprechend reagieren viele Menschen mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen. Die Möglichkeiten der staatlichen Förderung rund um das Aufrüsten sind für 2016 jetzt bereits ausgeschöpft.

Die Deutschen investieren in den Einbruchschutz: Aufgrund steigender Einbruchzahlen lassen sich deutliche Umsatzzuwächse im Bereich verschiedener Sicherheitsmaßnahmen beobachten.

Einbruchschutz: Nachfrage steigt kontinuierlich

Der ausgeweitete Einbruchschutz erscheint notwendig, denn schon seit Jahren werden mehr und mehr Wohnungseinbrüche verzeichnet. 2015 schließlich erreichte die Summe der Schäden einen neuen Rekordwert – in diesem Zeitraum wurden im Rahmen der Hausratversicherung insgesamt 530 Millionen Euro an Opfer von Einbrüchen gezahlt. Ebenfalls seit Jahren lassen sich im Bereich der Sicherheitstechnik, die dem Einbruchschutz dienen soll, Umsatzzuwächse von rund fünf Prozent beobachten. Im Jahr 2015 lag das Plus sogar bei 6,9 Prozent. Die Nachfrage sei so stark gestiegen, dass häufig gar das Personal fehle, um die Technik einzubauen, wie Norbert Schaaf, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Sicherheitstechnik, laut „Frankfurter Allgemeiner Zeitung“ (FAZ) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bemerkte.

Staatliche Förderung: Mittel für 2016 bereits voll ausgeschöpft

Der Einbruchschutz muss dabei unbedingt komplett aus eigener Tasche gezahlt werden: Seit Anfang 2016 ermöglicht ein Förderprogramm der KfW die Beantragung von Zuschüssen zwischen 200 und 1.500 Euro für Sicherheitsmaßnahmen. Für diese staatliche Förderung standen zunächst zehn Millionen Euro zur Verfügung, die jedoch bereits im April aufgebraucht waren. Daher plant die Bundesregierung eine Aufstockung des jährlichen Betrages: Künftig will der Staat insgesamt  50 Millionen Euro an Fördermitteln für den Einbruchschutz bereitstellen. Schaaf, der gleichzeitig auch Geschäftsführer des Alarmanlagenbauers Atral-Secal in Eltville ist, stellt jedoch fest: „Wir haben nur einige Kunden, die wegen der Förderung Sicherheitstechnik gekauft haben“. Sehr viel größer sei hingegen der psychologische Effekt der staatlichen Förderung: Das Programm habe viele Menschen dazu gebracht, ihren bisherigen Einbruchschutz zu überdenken. Die deutsche Versicherungswirtschaft fordert indes weitere Maßnahmen, beispielsweise die bundesweite Festlegung von Mindeststandards für die Einbruchsicherheit neuer Türen und Fenster.

Quelle: Franfurter Allgemeine Zeitung/dpa

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