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Einbrüche: Die unsichersten Städte Deutschlands

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 03.08.2015

In Leipzig geschehen sechsmal so viele Einbrüche wie in München. Allerdings erbeuten die Täter in der bayrischen Landeshauptstadt dabei etwa das Dreifache. Dies geht aus einer aktuellen Datenanalyse eines Versicherungskonzerns hervor. Bei der Einbruchshäufigkeit gibt es demnach in Deutschland ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. Insgesamt lebt es sich in Bayern am sichersten.

Nirgendwo in Deutschland schlagen Einbrecher so häufig zu wie in Leipzig: Die Zahl der gemeldeten Schäden durch Einbrüche ist hier doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Dies geht aus einer Untersuchung des Versicherungskonzerns Generali hervor. Der Versicherer hat Daten aus rund 300.000 Schadensmeldungen von Hausratversicherungen und Wohngebäudeversicherungen aus den Jahren 2012 bis 2014 analysiert und zum „Risikoatlas Haus und Wohnen“ zusammengefasst. Aus den Daten wurde eine Hochrechnung für die vergangenen zehn Jahre erstellt.

Einbrüche vor allem in Großstädten

Der Untersuchung zufolge meldeten in den vergangen zehn Jahren vier Prozent der Versicherten einen Schaden infolge eines Einbruchs. Dabei ist Risiko mit durchschnittlich neun Prozent in größeren Städten etwa doppelt so hoch wie in ländlichen Regionen. In den folgenden Städten passieren der Studie zufolge die meisten Einbrüche:

  1. Leipzig (Schadenshäufigkeit: 18,3 Prozent)
  2. Hannover (12,0 Prozent)
  3. Köln (11,2 Prozent)
  4. Bremen (10,4 Prozent)
  5. Dresden (9,8 Prozent)
  6. Dortmund (9,6 Prozent)
  7. Berlin (9,3 Prozent)
  8. Hamburg (9,2 Prozent)
  9. Düsseldorf (8,8 Prozent)
  10. Essen (8,6 Prozent)

Deutlich weniger Einbrüche im Süden Deutschlands

Auffällig ist, dass sich unter den Top 10 keine einzige Großstadt aus dem Süden der Republik befindet. Den Daten zufolge existiert in Deutschland demnach ein deutliches Nord-Süd-Gefälle, was die Anzahl an Einbrüchen betrifft. Besonders wenige Einbrüche fanden in Bayern statt (Schadenshäufigkeit: 1,3 Prozent), selbst in der Landeshauptstadt München lag der Wert mit einer Schadenshäufigkeit von 2,9 Prozent weit unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt. Auch in Baden-Württemberg werden vergleichsweise wenig Einbrüche begangen (Schadenshäufigkeit 1,9 Prozent). In der Landeshauptstadt Stuttgart ist der Wert mit 3,0 Prozent ähnlich niedrig wie in München. Interessant ist, dass die jeweilige Wohngegend in den Großstädten kaum Einfluss auf das Einbruchrisiko hatte: Die Unterschiede zwischen besseren Wohnvierteln und sozialschwächeren Gegenden waren gering.

Erhebliche Unterschiede bei der Schadenshöhe

Den Daten zufolge entstand pro Einbruch im Durchschnitt ein Schaden in Höhe von 2.450 Euro. Die Spanne der durchschnittlichen Schadenshöhe ist allerdings sehr weit. Besonders lohnenswert scheinen Einbrüche in Düsseldorf zu sein. Mit einer durchschnittlichen Schadenshöhe von 3.600 Euro führt die Stadt am Rhein das Ranking der teuersten Einbruchschäden an, auf Platz zwei folgt Hamburg mit etwa 3.120 Euro. Überdurchschnittlich hohe Schäden durch Einbrüche wurden außerdem in Stuttgart, München, Köln, Bremen, Essen und Frankfurt am Main verursacht. In der Einbruchshochburg Leipzig fällt die Schadenshöhe mit durchschnittlich 940 Euro vergleichsweise gering aus.

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