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Elektroautos für Verbraucher uninteressant

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 04.05.2016

Elektroautos sind nur für einen kleinen Teil der Bundesbürger ein Thema. Laut einer Umfrage fühlen sich viele Verbraucher von einem unzureichenden Netz an Ladestationen abgeschreckt. Diejenigen, die sich für ein solches Fahrzeug interessieren, tun dies vor allem aus Gründen des Umweltschutzes und nicht, um steuerliche Vorteile oder eine Kaufprämie zu erhalten.

Nur für jeden siebten Bundesbürger sind Elektroautos eine Option beim nächsten Autokauf. Das zeigt eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Vor allem die unzureichende Anzahl von Ladestationen wird häufig als Hindernis wahrgenommen.

Elektroautos aus Gründen des Umweltschutzes

Wie der GfK Global Green Index zeigt, zieht nur jeder siebte Verbraucher in Deutschland den Kauf eines Elektroautos in Erwägung. Für diejenigen, die sich ein solches Fahrzeug vorstellen können, ist allerdings nicht eine eventuelle Kaufprämie, wie sie die Bundesregierung beschlossen hat, ausschlaggebend. In der Umfrage, die Anfang April durchgeführt wurde, gaben stattdessen drei von vier grundsätzlich Interessierten an, mit einem Elektroauto einen Beitrag zum Umweltschutz leisten zu wollen.

Für 72 Prozent spielen geringere Verbrauchskosten eine Rolle, die durch die Einsparung von Benzin entstehen. Auch das geräuscharme Fahren war für einige Verbraucher attraktiv. Nur 6 Prozent gaben dagegen emotionale Aspekte, also zum Beispiel hohen Fahrspaß, als Grund an. „Emotionale Aspekte von Elektroautos sind offensichtlich noch nicht im Bewusstsein der Verbraucher angekommen“, erklärt Bettina Saffer, Automobilexpertin bei der GfK. „Diese sind jedoch entscheidend, wenn es um den Kauf eines Autos geht.“

Mehr Ladestationen als Voraussetzung

Faktoren, die gegen die Anschaffung eines Elektroautos sprechen, sind für zwei von drei der Befragten die hohen Anschaffungskosten, für 56 Prozent die geringe Reichweite und für 49 Prozent die langen Ladezeiten. Rund die Hälfte der Verbraucher wird außerdem durch ein nicht ausreichendes Netz an Ladestationen abgeschreckt. 76 Prozent würden sich Ladestationen zu Hause wünschen, 37 Prozent an der Arbeitsstelle. An diesen Orten wären auch längere Ladezeiten von drei bis zwölf Stunden kein Problem für die Befragten. 46 Prozent halten es aber auch für wichtig, dass sie ihre Elektroautos in kurzer Zeit an Tankstellen mit Strom versorgen können. „Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das Laden zu Hause die Grundvoraussetzung für eine weitere Verbreitung der Elektromobilität ist“, kommentiert GfK-Energie- und Umweltexperte Philipp Schmidt. „Ergänzend ist es aber wichtig, ein möglichst breites Netz auch für kurze Ladezeiten zur Verfügung zu stellen.“

Quelle: GfK

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