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Elektroautos: Längere Befreiung von Kfz-Steuer

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 21.05.2016

Elektroautos erweisen sich in Deutschland als Ladenhüter. Auch eine Kaufprämie konnte bisher nichts daran ändern: E-Fahrzeuge gelten vielen Verbrauchern nach wie vor als zu teuer und zudem unpraktisch – vor allem aufgrund der vielerorts mangelhaften Infrastruktur. Nun soll eine Steuerbefreiung den Kauf der strombetriebenen Fahrzeuge attraktiver machen.

In Zukunft sollen Käufer eines Elektroautos zusätzlich finanziell von der Anschaffung profitieren: Die Fahrzeuge werden für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit, wie das Bundeskabinett nun beschloss. Die Maßnahme ist Teil eines Förderpaketes, das nun noch vom Bundesrat sowie Bundestag beraten und anschließend verabschiedet werden muss.

Steuerbefreiung und Prämie als Kaufanreiz

Die Steuerbefreiung für Elektroautos bezieht sich auf reine E-Fahrzeuge, die Regelung gilt zudem rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres. Zunächst hatte die Steuerbefreiung für die mit Strom betriebenen Autos noch bei fünf Jahren gelegen. Schon zuvor hatten sich Kabinett und Autoindustrie auf eine Kaufprämie für Elektroautos geeinigt, die im Mai in Kraft trat: Demnach erhalten Käufer reiner Elektroautos eine Prämie von 4.000, Käufer von Hybrid-Fahrzeugen von 3.000 Euro. Autos mit einem Listenpreis von mehr als 60.000 Euro sind von der Regelung jedoch ausgeschlossen.

Insgesamt sollen für die Maßnahme der Kaufprämie 1,2 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Sobald diese Summe ausgeschöpft ist, besteht für Käufer entsprechender Fahrzeuge kein Anspruch auf die Prämie mehr. Spätestens zum 30. Juni 2019 soll die Fördermaßnahme beendet sein. Die Prämien müssen online beantragt werden, was in Kürze beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle möglich sein soll.

Elektroautos nach wie vor wenig verbreitet

Die Steuerbefreiung sowie die Kaufprämie sollen Elektroautos auf deutschen Straßen etablieren. Ursprünglich hatte die Bundesregierung das durchaus ehrgeizige Ziel formuliert, dass bis zum Jahr 2020 eine Million Fahrzeuge verkauft werden sollten. Dies scheint aktuell jedoch in weite Ferne gerückt, nur wenige Verbraucher interessieren sich für den Kauf eines Elektroautos   –  wohl nicht nur aufgrund der relativ hohen Anschaffungskosten, sondern auch wegen des relativ dünnen Netzes an Ladestationen. Auch in den Bundesministerien sind Elektroautos im Fuhrpark ein seltener Anblick – obwohl bereits vor fünf Jahren durch die Bundesregierung festgelegt wurde, dass zehn Prozent der neu angeschafften Fahrzeuge des Bundes in naher Zukunft Elektroautos sein sollten. Als weitere Maßnahme ist für die Zukunft eine Erweiterung des Netzes an Ladestationen geplant, der Bund will hier laut „tagesschau.de“ rund 300 Millionen Euro investieren.

Quelle: tagesschau.de

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