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Elektrofahrzeuge: Kaufprämie kann beantragt werden

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 06.07.2016

Der Weg dorthin gestaltete sich schwieriger, als ursprünglich gedacht: Doch nun können Käufer von Elektrofahrzeugen in Deutschland eine Kaufprämie im vierstelligen Bereich beantragen, denn die EU-Kommission hat hierfür grünes Licht gegeben. Ob die Prämie den gewünschten Effekt haben wird, muss sich noch zeigen.

Seit vergangenem Samstag können Autofahrer für ihre Elektrofahrzeuge die vorgesehene Kaufprämie beantragen. Das teilte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mit.

Elektrofahrzeuge mit 1,2 Milliarden Euro bezuschusst

Für die Prämie soll Verbrauchern ein spezielles Portal des für die Prämie zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zur Verfügung stehen – nur über dieses kann die Prämie beantragt werden, sowohl von Privatpersonen als auch von Vereinen, Körperschaften, Firmen und Stiftungen. Voraussetzung ist hier allerdings, dass das mit Strom betriebene Auto wenigstens sechs Monate lang im Besitz des Antragstellers verbleibt. Die Kaufprämie wird je zur Hälfte vom Hersteller des Autos sowie vom Bund finanziert. Sie gilt für Neuanschaffungen sowie rückwirkend bis zum 18. Mai und beträgt für reine Elektroautos 4.000 Euro. 1,2 Milliarden Euro stehen insgesamt für die Kaufprämie zur Verfügung. Zum 30. Juni 2019 soll sie auslaufen.

Kaufprämie als Kaufanreiz für wenig verbreitete Autos geplant

Verkehrsminister Alexander Dobrindt geht laut „Süddeutscher Zeitung“ (SZ) davon aus, dass mit den vorhandenen Ressourcen rund 400.000 Elektrofahrzeuge gefördert werden können. Für die Bundesregierung wäre das ein großer Fortschritt, denn bisher erweisen sich Elektroautos für Verbraucher als eher uninteressant – eine Erkenntnis, die Plänen der Regierung im Weg steht, nach denen ursprünglich bis zum Jahr 2020 eine Million der Fahrzeuge auf deutschen Straßen fahren sollten. Die Kaufprämie soll nun den Verkauf der E-Autos fördern, ist nun allerdings später als eigentlich geplant zu beantragen: Zunächst  musste die EU-Kommission die Richtlinien prüfen und absegnen. Vor allem die Tatsache, dass die Prämie auch rückwirkend gelten sollte, schien problematisch.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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