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Energiewende: 2017 neues Rekordhoch bei EEG-Umlage

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 28.07.2016

Im Zeichen der Energiewende ist Ökostrom auf dem Vormarsch. Da immer mehr „sauberer“ Strom auf die Märkte geworfen wird, sinkt der Börsenpreis kontinuierlich. Günstiger wird es für die deutschen Stromkunden dennoch nicht. Denn bereits im kommenden Jahr könnte die EEG-Umlage auf ein neues Rekordniveau steigen.

Trotz fallender Strompreise an den Börsen werden deutsche Verbraucher künftig bei der EEG-Umlage zur Finanzierung der Energiewende unter Umständen tiefer in die Tasche greifen müssen. Bereits im kommenden Jahr könnte die EEG-Umlage einen neuen Höchstwert von 7,1 bis 7,3 Cent pro Kilowattstunde Strom erreichen, so die Klimaschutzorganisation Agora Energiewende.

Prognostizierter Anstieg der EEG-Umlage auf 7,7 Cent bis 2020

Aktuell beträgt die EEG-Umlage 6,35 Cent je Kilowattstunde – sollten die Berechnungen von Agora Energiewende zutreffen, würde der Anstieg der EEG-Umlage ein neues Rekordplus von 8 bis 15 Prozent markieren. Die Klimaschutzorganisation geht davon aus, dass der Anteil erneuerbarer Energien im kommenden Jahr auf mehr als 35 Prozent ansteigen wird. Bis zum Jahr 2020 würde die Umlage zur Finanzierung der Energiewende auf 7,7 Cent steigen. Sollte die Prognose von Agora korrekt sein, würde dies für einen Durchschnittshaushalt mit drei Personen und einem jährlichen Verbrauch von 3.800 Kilowattstunden 2017 gut 28 bis 36 Euro an Mehrkosten für die EEG-Umlage ausmachen.

Preisentwicklung abhängig von der Firmenpolitik der Energieversorger

Da aufgrund des Überangebots an Strom die Einkaufspreise kontinuierlich sinken, ist es möglich, dass Stromkunden die höhere EEG-Umlage bei der monatlichen Abbuchung von ihrem Girokonto nicht direkt spüren. Addiert dürften Börsenstrompreis samt gestiegener EEG-Umlage auch im kommenden Jahr Agora zufolge nach wie vor bei knapp unter 10 Cent je Kilowattstunde liegen. „Die Kosten für die Stromverbraucher bleiben weitgehend konstant, wenn die Stromvertriebe ehrlich rechnen und ihre gesunkenen Einkaufspreise weitergeben“, erklärt Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende.

EEG-Umlage zur Finanzierung der Energiewende durch den Verbraucher

Erforderlich wird die höhere EEG-Umlage gerade wegen des gesunkenen Börsenpreises für Strom. Dem Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien (EEG) zufolge muss Ökostrom an den regulären Strombörsen gehandelt werden. Der Börsenpreis wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Aufgrund der immer größeren Mengen produzierten Ökostroms sinkt der Preis kontinuierlich. Die Verkaufserlöse reichen daher nicht aus, um die den Ökostromerzeugern garantierte staatliche Förderung zu finanzieren. Der Fehlbetrag zwischen tatsächlichem Verkaufspreis und garantiertem Förderbetrag wird daher durch die EEG-Umlage finanziert.

Quelle: Agora Energiewende

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