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Entlastungsbetrag: Mehr Geld für Alleinerziehende

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 30.08.2015

Die Bundesregierung hat beschlossen, den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende anzuheben. Der Freibetrag, der die höheren Kosten bei der alleinigen Erziehung eines Kindes ausgleichen soll, steigt um 600 Euro. Arbeitnehmer in der Steuerklasse II müssen sich allerdings noch eine Weile gedulden: Der höhere Entlastungsbetrag wird erst in der Gehaltsabrechnung für Dezember mit dem Lohnsteuerabzug verrechnet.

Alleinerziehende Arbeitnehmer können sich über ein Steuergeschenk freuen. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, hat der Gesetzgeber den sogenannten Entlastungsbetrag deutlich erhöht. Die Erhöhung des Freibetrags gilt für das gesamte Jahr 2015.

Entlastungsbetrag um 600 Euro heraufgesetzt

Bislang konnten Alleinerziehende 1.308 Euro für die höheren Aufwendungen durch die alleinige Erziehung steuerlich geltend machen. Nun hat die Regierung den Freibetrag auf 1.908 Euro heraufgesetzt. 240 Euro zusätzlich werden für jedes weitere Kind gewährt. Der Entlastungsbetrag wird in der Steuerklasse II automatisch berücksichtigt, Betroffene müssen also nichts weiter unternehmen. Dass tatsächlich mehr vom Bruttogehalt auf dem eigenen Girokonto ankommt, werden alleinerziehende Arbeitnehmer allerdings erst ab Dezember 2015 feststellen können. Mit der Dezemberabrechnung wird der höhere Entlastungsbetrag für das gesamte Jahr mit dem Lohnsteuerabzug verrechnet werden. Ab dem neuen Jahr fällt das Nettogehalt für Arbeitnehmer in der Steuerklasse II dann dauerhaft höher aus.

Ohne Steuerklasse II: Geltendmachung über Einkommensteuererklärung

Alleinerziehende mit mehreren Kindern, die den zusätzlichen Freibetrag von 240 Euro pro weiterem Kind bereits beim Lohnsteuerabzug anrechnen lassen möchten, können bis Ende November einen entsprechenden Antrag beim zuständigen Finanzamt stellen. Das benötigte Formular wird online von den Finanzämtern der einzelnen Bundesländer bereitgestellt. Da die Gesetzesänderung im Formular noch nicht berücksichtigt ist, rät das „Handelsblatt“ Betroffenen dazu, dem Antrag ein formloses Schreiben mit einer kurzen Erklärung beizulegen. Zudem sollte die Steueridentifikationsnummer der Kinder angegeben werden. Alleinerziehende, die nicht in der Steuerklasse II sind, erhalten den höheren Entlastungsbetrag nicht automatisch. Sie müssen die Summe bei der Einkommenssteuererklärung geltend machen.

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