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Erfolg für die EZB: Weniger Falschgeld im Umlauf

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 26.07.2016

Obwohl immer noch viel Falschgeld in Form von Euro-Banknoten im Umlauf ist, zeigen die aktuellen Statistiken von Europäischer Zentralbank und Deutscher Bundesbank für das Jahr 2016 einen positiven Trend – besonders bei den neuen Euroscheinen tun sich die Geldfälscher offenbar deutlich schwerer. Dennoch werden teilweise kuriosese Blüten im Handel akzeptiert.

Täuschend echtes Geld aus der privaten Druckmaschine? Der Traum vieler Kleinkrimineller scheint in immer weitere Ferne zu rücken, wie die aktuellen Falschgeld-Statistiken der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bundesbank belegen. Zum einen wird seit der Einführung der neuen Banknoten, wie zuletzt dem 20-Euro-Schein im November 2015, die Nachahmung der Euro-Banknoten immer komplizierter. Zum anderen sind die meisten Blüten recht einfach von echten Banknoten zu unterscheiden.

Kaum noch Falschgeld dank „Europa-Serie“

„Fälscher konzentrieren sich meist auf ein Sicherheitsmerkmal. Wenn ein Merkmal gut gefälscht ist, sind die anderen in der Regel nicht gelungen“, so Horst Werner Hofmann, stellvertretender Leiter des Nationalen Analysezentrums der Deutschen Bundesbank, gegenüber dem „Handelsblatt“. Daher sei es nur logisch, dass Falschgeld vor allem dort in Umlauf gebracht werde, wo Hektik beim Bezahlen herrscht oder weniger genau auf die Echtheit der Scheine geachtet wird, wie etwa auf Märkten oder in kleinen Fachgeschäften.

Die Währungshüter halten die Einführung der neuen Euro-Banknoten, die sogenannte „Europa-Serie“, maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Anzahl der Fälschungen zurückgehe. Bisher wurden der Fünfer, der Zehner und der Zwanziger runderneuert, 2017 soll auch der Fünfziger folgen. „Das durchsichtige Porträtfenster und die Smaragdzahl sind schwer nachzumachen. Bislang ist uns keine Fälschung bekannt, die dieses durchsichtige Fenster erfolgreich nachahmt“, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele gegenüber dem „Handelsblatt“.

Kurios gefälschte Euro-Banknoten kommen immer wieder vor

Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum, in dem 50.500 Blüten aus dem Verkehr gezogen wurden, gab es in Deutschland im ersten Halbjahr 2016 deutlich weniger gefälschte Scheine, nämlich nur 45.625. Damit entfallen rechnerisch lediglich elf Fälschungen auf 10.000 Einwohner. „Rechnerisch dauert es 900 Jahre, bis alle Bundesbürger ein Mal eine gefälschte Banknote in der Hand halten“, zitiert die Tageszeitung Bundesbanker Hofmann. Die Gefahr, mit Falschgeld in Berührung zu kommen, ist also für Normalbürger äußerst gering.

Dennoch fallen hierzulande immer wieder Menschen auf sonderbare Banknoten wie den 55-Euro-Schein herein. Auch eine besonders plumpe Fälschung, ein 300-Euro-Schein mit barbusiger Frau als Motiv, wurde vor einigen Jahren von einem Passanten für echt befunden. Das Opfer des Betrugs hatte den in Schein in gerolltem Zustand erhalten und die Banknote für einen Hunderter gehalten.

Quelle: Handelsblatt

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