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Eurozone: Negative Inflation durch Energiepreise

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 22.03.2016

Im Februar ist die Inflationsrate innerhalb der Eurozone zum ersten Mal seit mehreren Monaten gefallen. Dafür sind in erster Linie die niedrigen Energiepreise verantwortlich. Ohne diesen Faktor hätte sich die Inflationsrate im positiven Bereich bewegt und wäre sogar höher ausgefallen als im Vormonat.

Erstmalig seit September 2015 war die Inflation in der Eurozone im Februar wieder negativ. Damit sind die Verbraucherpreise in den 19 Ländern des Euroraums gesunken. Die jährliche Inflationsrate lag im Februar bei minus 0,2 Prozent, wie „Spiegel Online“ mit Bezug auf die europäische Statistikbehörde Eurostat berichtet. Verantwortlich hierfür sind vor allem die niedrigen Energiepreise, durch die Verbraucher mehr Geld auf ihrem Girokonto behielten als noch im Januar.

Inflationsrate in der Eurozone gesunken

Im Januar 2016 lag die Inflationsrate noch bei 0,3 Prozent, demnach kam es im Februar zu einem Rückgang gegenüber dem Vormonat auf einen Wert von minus 0,2 Prozent. Damit bestätigt Eurostat eine erste Einschätzung von Ende Februar. In 15 der 19 Staaten in der Eurozone wurden negative Inflationsraten gemessen. Die niedrigsten waren mit minus 2,2 Prozent in Zypern und minus 2,1 Prozent in Rumänien zu verzeichnen. Belgien, Österreich und Malta erreichten dagegen mit Werten von circa einem Prozent die höchsten Teuerungsraten.

Doch auch diese liegen deutlich unter dem Wert von zwei Prozent, welchen die Europäische Zentralbank (EZB) anstrebt, weil sie erst dann ein stabiles Preisniveau gegeben sieht. Bislang zeigen die geldpolitischen Maßnahmen der Notenbank diesbezüglich also wenig Wirkung. In Deutschland lag die Inflationsrate im Februar bei minus 0,2 Prozent und entsprach damit der Rate innerhalb der Eurozone.

Niedrige Energiepreise sorgen für Rückgang der Inflation

Für den Rückgang der Inflation sind vor allem die niedrigen Energiepreise bei Kraftstoffen, flüssigen Brennstoffen und Gas verantwortlich. Laut Eurostat hätte die Inflationsrate ohne diesen Faktor einen Wert von 0,8 Prozent erreicht. Die drei Teilindizes des Bereichs Energie haben also große Auswirkungen auf die Inflation innerhalb der Eurozone. Leichte Aufwärtsimpulse für die Inflation kamen dagegen aus den Bereichen Restaurants und Cafés, Mieten und Obst.

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