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EZB-Geldpolitik erschwert Altersvorsorge

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 07.03.2015

Diesen Monat beginnt die EZB mit dem Ankauf von Staatsanleihen. Der große Anleihenkauf wird aller Voraussicht nach die Renditen für mehrjährige Staatsanleihen weiter schrumpfen lassen. Dadurch wird die europäische Geldpolitik die private Altersvorsorge weiter erschweren, denn bereits jetzt beginnen die ohnehin schon niedrigen Renditen zu fallen.

Vor etwa vier Wochen hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Beschluss gefasst, Staatsanleihen im großen Stil aufzukaufen. Durch dieses Mittel der Geldpolitik sollen die Zinsen weiter gedrückt werden, um Investitionen in der Wirtschaft anzuregen. Jetzt fällt der Startschuss für die Anleihenkäufe, die auch auf Verbraucher umfangreiche Auswirkungen haben könnten. Besonders beim Vermögensaufbau und der privaten Altersvorsorge könnte die EZB sowohl vorsichtigen Sparern als auch Pensionskassen und Lebensversicherern das Leben schwerer machen. Anbieter von privaten Alterssicherungen setzten zur Finanzierung nämlich bislang gerne auf die risikoarmen Staatsobligationen.

Staatsanleihen werden teurer

Der gerade begonnene Kauf von Staatsanleihen soll bis zum September 2016 fortgesetzt werden. Jeden Monat werden nun 60 Milliarden Euro investiert, sodass im Laufe der Zeit rund 1.140 Milliarden Euro an frischem Geld in die Finanzmärkte gesteckt werden. Die möglichen Folgen sind noch nicht vollständig abzusehen, doch laut einem Bericht des „Tagesspiegels“ werden Sparer kaum profitieren. So wird erwartet, dass der Ankauf von Staatsanleihen die Preise für diese Wertpapiere an den Börsen deutlich erhöhen wird. Die festgeschriebenen Renditen für Staatsobligationen sorgen dafür, dass Anleger zukünftig für die gleiche Rendite mehr Geld investieren müssen. Im Endergebnis sinkt die am Kapitaleinsatz gemessene Rendite, sodass Staatsanleihen weniger attraktiv für Anleger werden dürften. Der Effekt könnte zeitnah eintreten, denn die Renditen von Staatsanleihen sinken seit Monaten und befinden sich daher bereits jetzt auf einem äußerst niedrigen Niveau.

Entwicklung der Rendite 10 jähriger deutscher Staatsanleihen

Genau dieser Effekt ist ein Ziel der Geldpolitik der EZB: Wenn die Attraktivität von Staatsanleihen sinkt, müssen sich Anleger nach alternativen Formen der Geldanlage umsehen. Dies könnten Aktien oder Unternehmensanleihen sein, wodurch letztlich Unternehmen günstiger an Finanzierungen gelangen könnten.

Sparer mit sicheren Geldanlagen zahlen den Preis

Die sinkenden Renditen bei Staatsanleihen werden sich wohl quer durch alle Anlageklassen auswirken. Zwar profitieren Verbraucher von den niedrigen Zinsen für Kredite, gleichzeitig zahlen sie mit ihren sicheren, aber zinsschwachen Spareinlagen aber auch den Preis für die Geldpolitik der EZB. Profitieren werden dagegen Unternehmen und Aktionäre, denn Börsenwerte dürften durch ihre steigende Attraktivität in Zukunft stärker nachgefragt werden und daher weiter steigen.

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