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EZB lässt Leitzins im Keller

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 19.04.2015

Die Europäische Zentralbank hat jüngst in einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass der Leitzins zunächst unverändert bleiben wird. Ein Ende ist des Zinstiefs ist also nicht in Sicht. Die Eurobanker sehen sich in ihrer entschlossenen Geldpolitik bestätigt, denn auch ihre Anleihenkäufe hätten zum Rückgang der Inflation beigetragen.

Die Europäische Zentralbank hat eine Pressekonferenz abgehalten, um ihre jüngsten Entscheidungen vorzustellen. Bevor EZB-Präsident Mario Draghi ausführen konnte, warum es keine Änderungen beim Leitzins geben werden wird, sprang eine Femen-Aktivistin auf das Podium und rief laut Informationen der „Welt“ auf Englisch „Stoppt die EZB-Diktatur“. Nach einer kurzen Unterbrechung wurde die Pressekonferenz fortgesetzt.

Leitzins bleibt im Tal

Sowohl der Leitzins als auch der Einlagenzins bleiben unverändert, erläuterte Draghi. Dies bedeutet, dass die Europäische Zentralbank Banken weiterhin zu einem niedrigen Leitzins von 0,05 Prozent Geld leiht. Für Kapital, welches bei der EZB geparkt wird, fallen auch zukünftig Strafzinsen von minus 0,2 Prozent an. Die Europäische Zentralbank möchte mit dieser Geldpolitik erreichen, dass mehr Kredite vergeben werden, Unternehmen verstärkt Investitionen tätigen und so Konjunktur und Inflation angekurbelt werden. 

Zusätzlich zur klassischen Zinspolitik setzt die EZB auch ihre Anleihenkäufe fort. Das von der EZB in Staatsanleihen investierte Kapital soll ebenfalls dazu beitragen, dass Unternehmen leichter an günstige Kredite gelangen und so investitionsfreudiger werden. Auf Verbraucher haben die Maßnahmen der Notenbank ebenfalls Auswirkungen. Günstige Kredite und niedrige Sparzinsen sorgen dabei für ein lachendes und ein weinendes Auge. Privatanleger, die den geringen Zinsen auf Sparbüchern ausweichen möchten, können immerhin durch einen Geldanlage-Vergleich renditestärkere Anlagemöglichkeiten finden, die nicht an den Leitzins gekoppelt sind.

Europäische Zentralbank sieht sich bestätig

Nach Einschätzung der EZB hat ihre entschlossene Geldpolitik aus niedrigem Leitzins, negativem Einlagenzins und dem Kauf von Staatsanleihen bereits einen ersten Effekt gehabt. So konnte die leichte Deflation im Euro-Raum reduziert werden. Das Ziel einer Inflationsrate von rund zwei Prozent ist jedoch noch in weiter Ferne.

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