Unabhängige Finanz- und Versicherungsvergleiche

Fahrlässig parken verwirkt Versicherungsschutz

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 09.08.2015

Motorradfahrer, die ihr Fahrzeug auf dem Seitenständer parken, handeln unter Umständen fahrlässig und riskieren damit ihren Versicherungsschutz. Wenn Motorräder umfallen und dabei andere Fahrzeuge beschädigen, kann es versicherungstechnisch kompliziert werden. Die Motorradversicherung ist nämlich nicht immer in der Pflicht.

Inmitten der Motorradsaison werden die Straßenränder von parkenden Motorrädern gesäumt – manche davon durchaus fahrlässig abgestellt. Dabei kann ein umkippendes Motorrad hohe Kosten für seinen Halter nach sich ziehen. Dies gilt insbesondere, wenn durch den Sturz des Zweirads ein daneben abgestelltes Auto beschädigt wird. Wie der Tagesspiegel berichtet, muss die Motorradversicherung einen solchen Schaden nicht in jedem Fall übernehmen.

Wer Motorrad auf Seitenständer parkt, handelt häufig fahrlässig

Ob die Motorradversicherung haftet, hängt zum einen davon ab, wie das Fahrzeug abgestellt war und was zum Umkippen des Motorrads geführt hat. „Wenn ich beim Abstellen des Motorrads nicht darauf geachtet habe, dass es gut steht, geht man von Fahrlässigkeit aus“, erklärt Timo Voß vom Bund der Versicherten (BdV). Und handelt ein Versicherungsnehmer fahrlässig, muss die Versicherung nicht haften. Er rät daher, Motorräder grundsätzlich auf dem Hauptständer zu parken, nicht auf dem Seitenständer. So ließe sich der Vorwurf, das Fahrzeug fahrlässig abgestellt zu haben, von vorneherein vermeiden und die Motorradversicherung kommt für etwaige, Dritten zugefügte Schäden auf. Schwierig daran ist, dass neuere Motorräder häufig nur noch mit Seitenständer ausgestattet werden. Das Nachrüsten eines Hauptständers ist aufgrund baulicher Gegebenheiten bei zahlreichen Maschinen nicht möglich. Daher ist es letztendlich immer eine Einzelfallentscheidung, ob das Parken auf dem Seitenständer von der Versicherung als fahrlässig bewertet wird oder nicht.

Auch Autohalter können auf Schäden durch gekipptes Motorrad sitzen bleiben

Stürzt ein ordnungsgemäß abgestelltes Motorrad aufgrund eines Sturms auf ein Auto, übernimmt der Kaskoschutz der Kfz-Versicherung des Autohalters den Schaden. Ohne Teilkasko muss der Autobesitzer selbst für den Schaden aufkommen.

Nicht über die Teilkasko versichert sind Schäden durch Vandalismus. Wirft also ein Dritter ein nicht fahrlässig abgestelltes Motorrad um und beschädigt dadurch ein parkendes Auto, müssen sowohl Auto- als auch Motorradbesitzer selbst für die Schäden an ihren jeweiligen Fahrzeugen aufkommen. „Hat zum Beispiel jemand das Motorrad umgestoßen, haben wir Vorsatz, dann zahlt keine Versicherung“, sagt Voß. Eine Vollkaskoversicherung würde in einem solchen Fall allerdings für den eigenen Schaden aufkommen, da sie auch Vandalismus einschließt.

Aktuelle Versicherungsnews

Fahrlässig parken verwirkt Versicherungsschutz
Fahrlässig parken verwirkt Versicherungsschutz
Motorradfahrer, die ihr Fahrzeug auf dem Seitenständer parken, handeln unter Umständen fahrlässig und riskieren damit ihren Versicherungsschutz. Wenn Motorräder umfallen und dabei andere Fahrzeuge beschädigen,...
Fahrlässig parken verwirkt Versicherungsschutz
Fahrlässig parken verwirkt Versicherungsschutz
Motorradfahrer, die ihr Fahrzeug auf dem Seitenständer parken, handeln unter Umständen fahrlässig und riskieren damit ihren Versicherungsschutz. Wenn Motorräder umfallen und dabei andere Fahrzeuge beschädigen,...
Fahrlässig parken verwirkt Versicherungsschutz
Fahrlässig parken verwirkt Versicherungsschutz
Motorradfahrer, die ihr Fahrzeug auf dem Seitenständer parken, handeln unter Umständen fahrlässig und riskieren damit ihren Versicherungsschutz. Wenn Motorräder umfallen und dabei andere Fahrzeuge beschädigen,...

FinanceScout24 Newsletter

Jetzt anmelden und 100 € Amazon Gutschein gewinnen