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Fahrraddiebstahl auf Fünf-Jahres-Hoch

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 21.07.2015

Fahrraddiebstahl ist ein Ärgernis, das im vergangenen Jahr rund 200.000 Mal in Deutschland gemeldet wurde. Das zeigen die neusten Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft. Hausratversicherer haben im Zuge dessen Leistungen in Höhe von 100 Millionen Euro erbracht – so viel wie seit fünf Jahren nicht mehr.

In Deutschland ist Fahrraddiebstahl offenbar keine Seltenheit: 2014 erreichte die Zahl der versicherten Diebstähle den höchsten Stand seit fünf Jahren, wie die vorläufigen Auswertungen der Statistiken der Hausratversicherer durch den Gesamtverband Deutscher Versicherer (GDV) zeigen. 210.000 Räder wurden im vergangenen Jahr gestohlen, so der GDV in einer Pressemitteilung.

Zehn Prozent mehr Fahrraddiebstähle als 2013

210.000 ehemalige Fahrradbesitzer konnten von den Schadenleistungen ihrer Versicherung profitieren. Das sind etwa zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Doch nicht nur die Anzahl der Fahrraddiebstähle hat sich erhöht, auch der Schadenaufwand ist angestiegen: von 90 Millionen Euro im Jahr 2013 auf 100 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Laut GDV erstatteten die Versicherer pro gestohlenem Fahrrad im Durchschnitt 490 Euro. Viele unversicherte Diebstahlopfer gingen hingegen leer aus: Denn insgesamt registrierte die Polizei 340.000 Fälle von Fahrraddiebstahl – sieben Prozent mehr als 2013. Rund in rund 130.000 Fällen konnten Bestohlene also offenbar keine Ansprüche gegenüber einer Versicherung geltend machen.

Hausratversicherung greift standardmäßig nur für Fahrraddiebstahl aus geschlossenen Räumen

Der Einbruchdiebstahl von Fahrrädern ist in der Regel über die Hausratversicherung abgedeckt. Die Police springt im Standardfall ein, wenn das Rad aus verschlossenen Räumen, beispielsweise dem Fahrradkeller des Hauses gestohlen wird. Häufig jedoch passiert Fahrraddiebstahl auf offener Straße. Wie die Gegenüberstellung der Anzahl versicherter und unversicherter Diebstahlfälle zeigt, waren fast vier von zehn Radbesitzern nicht ausreichend versichert, weil der Diebstahl nicht im Wirkungsbereich der Hausratversicherung stattfand.

Dank einer Zusatzklausel kann die Hausratversicherung häufig um eine Fahrradversicherung erweitert werden, die auch gegen Fahrraddiebstahl außerhalb der eigenen vier Wände ausreichend schützt. Voraussetzung dafür, dass die Fahrradpolice greift, ist, dass das Rad stets gut durch ein Fahrradschloss gesichert wird. „Als Faustregel gilt, fünf bis zehn Prozent des Radneupreises in das Schloss zu investieren“, empfiehlt Alexander Küsel, Leiter der Schadenverhütung beim GDV. „Fahrräder sollten immer abgeschlossen und dabei auch angeschlossen werden.“

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