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Falschgeld: 2015 Rekordjahr in der Eurozone

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 29.01.2016

Was Falschgeld betrifft war 2015 ein Rekordjahr in der Eurozone. Seit Einführung des Euros im Jahr 2002 wurden noch nie so viele gefälschte Geldscheine entdeckt wie im vergangenen Jahr.  Der wirtschaftliche Schaden lag im gesamten Euroraum bei knapp 40 Millionen Euro. Dabei gibt es durchaus nationale Unterschiede hinsichtlich der Banknoten, die von Fälschern bevorzugt kopiert werden. 

Im Jahr 2015 wurde im Euro-Raum so viel Falschgeld entdeckt wie nie noch nie seit Einführung des Euros: 899.000 gefälschte Geldscheine wurden der Europäischen Zentralbank (EZB) zufolge aus dem Verkehr gezogen, elf Prozent davon – also 95.357 Exemplare – laut der Bundesbank in Deutschland. Im Vergleich zu 2014 ist die Anzahl der falschen Euro-Scheine hierzulande somit um 51 Prozent gestiegen, berichtet die „Welt“.

Enormer wirtschaftlicher Schaden durch Falschgeld

Weltweit lag der wirtschaftliche Schaden aufgrund von gefälschten Euro-Banknoten bei rund 39 Millionen Euro. Allein in Deutschland entstand im Jahr 2015 durch Falschgeld ein Schaden in Höhe von 4,4 Millionen Euro, im Vorjahr waren es 3,3 Millionen Euro. Im Jahr 2004 fiel der wirtschaftliche Schaden allerdings deutlich noch höher aus. Er belief sich damals auf eine Summe von 6,1 Millionen Euro.

Eine Erklärung für den deutlich höheren Schaden ist, dass 2004 vor allem Hundert- und Zweihundert-Euro-Scheine gefälscht wurden. Im vergangenen Jahr hingegen handelte es sich bei gut der Hälfte der entdeckten Blüten im Euroraum um 20-Euro-Scheine, in Deutschland lag ihr Anteil bei 40 Prozent. Hierzulande sind die 50-Euro-Noten mit einem Anteil von 49 Prozent die verbreitetsten gefälschten Geldscheine. 

Neue Versionen als Reaktion auf gefälschte Geldscheine

Um in Zukunft Fälschungen weiter zu erschweren, haben Währungshüter bereits begonnen die Geldscheine zu überarbeiten. Schon seit November 2015 ist ein neuer 20-Euro-Schein im Umlauf. Dieser ist stärker blau eingefärbt. Darüber hinaus ist auch das Design an einigen Stellen angepasst: So weist er beispielsweise ein kleines Fenster am oberen Rand auf. Dieses wird durchsichtig, wenn der Geldschein gegen das Licht gehalten wird. Außerdem ist darin von beiden Seiten das Porträt der Europa  zu sehen.

Auch für die übrigen Stückelungen sind neue Versionen geplant. So steht als nächstes die Einführung des neuen 50-Euro-Scheins an, die im kommenden Jahr erwartet wird.

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