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Nicht genug familienfreundliche Unternehmen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 01.07.2016

Der „Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit“ zeigt: Selbst familienfreundliche Unternehmen informieren oft nicht ausreichend über Möglichkeiten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch für Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen ist die Situation häufig noch ungünstig.

Es gibt bereits viele familienfreundliche Unternehmen in Deutschland, doch oft besteht auch noch Nachholbedarf. Das zeigt der „Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit“, den das Bundesfamilienministerium beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) in Auftrag gegeben hat. Für die Untersuchung wurden 1.400 Personalleiter und 2.355 Angestellte befragt.

Gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor allem für Eltern

Junge Eltern werden von ihren Arbeitgebern bereits relativ gut gefördert. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist zum Beispiel durch flexible Arbeitszeiten und Teilzeitarbeit auch für Väter oft gegeben. So sind auch über zwei Drittel der Befragten nach Angaben der „Welt“, der die Studie vorliegt, zufrieden mit der Familienfreundlichkeit ihres Arbeitgebers.

Anders ist die Lage aber für Beschäftigte, die ihre Angehörigen pflegen: Nur 43 Prozent der Unternehmen bieten eine lebensphasenorientierte Personalpolitik, von der auch Beschäftigte ohne Kinder profitieren. IW-Direktor Michael Hüther erklärt deshalb: „Die Geschäftsleitung, die Mitarbeiter und die Führungskräfte haben gemeinsam die Aufgabe eine familienfreundliche Unternehmenskultur auch zu leben. Dies muss für Beschäftigte in den unterschiedlichen Lebenslagen gelten.“

Familienfreundliche Unternehmen informieren zu wenig

Ein weiteres Problem zeigt sich bei der Informationspolitik: Auch familienfreundliche Unternehmen weisen hier Defizite auf, weil die Angestellten nicht ausreichend über Angebote informiert werden, die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Nur 33 Prozent der befragten Arbeitnehmer gaben in der Untersuchung an, regelmäßig über familienfreundliche Maßnahmen ihres Arbeitgebers informiert zu werden. Die Unternehmen erklärten allerdings zu knapp 39 Prozent, diese Informationen bereitzustellen.

Auch generell gingen die Meinungen der Angestellten und der Arbeitgeber auseinander. 83 Prozent der Personalleiter sahen ihre Firmen als familienfreundliche Unternehmen, aber nur 60 Prozent der Beschäftigten teilten diese Ansicht. 89 Prozent der Personalverantwortlichen schätzten die Aufstiegschancen für Mitarbeiter mit und ohne familiäre Verpflichtungen als gleich ein – die Angestellten selbst waren aber nur zu 68 Prozent dieser Meinung.

Quelle: Welt

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