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Finanzämter bleiben Steuerrückzahlung schuldig

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 28.09.2014

Zahlreiche Bundesbürger, die pünktlich ihre Steuererklärung an die Finanzämter geschickt haben, warten noch immer auf ihre Steuerrückzahlung. Grund für die lange Wartezeit ist eine Verkettung von Ereignissen, welche die Finanzämter regelrecht gelähmt hat. In den Behörden kämpft man nun gegen einen gewaltigen Rückstau.

Tausende Steuerzahler haben ihre Steuererklärung pünktlich im Frühjahr eingereicht und warten seither auf ihre mögliche Steuerrückzahlung. Doch die Finanzämter lassen sich dieses Jahr viel Zeit. Die Steuerzahler warten jetzt bereits doppelt so lange wie noch vor zwei oder drei Jahren, berichtet die „SZ“. Die Mahnschreiben dagegen gingen auch dieses Jahr pünktlich raus.

Finanzämter unter Druck

Geht eine Steuererklärung beim Finanzamt ein, sollte sie in der Regel innerhalb von vier bis sechs Wochen bearbeitet sein. Diese Vorgabe hatten sich die Finanzämter im Rahmen der Einführung der elektronischen Steuererklärung per Elster vorgenommen. Doch von den guten Vorsätzen ist jetzt nichts mehr geblieben. „Die Leute müssen bereits im Schnitt bis zu drei Monate warten“, sagt der Vorsitzende der deutschen Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler laut der „SZ“. Der Hauptgrund für die Verzögerung liegt in einem EDV-Problem, welches die Finanzämter rund zehn Wochen lang daran hinderte, die Unterlagen zu bearbeiten. Im Anschluss kämpfen die Ämter jetzt gegen den Rückstau, der sich auch aufgrund der herrschenden Personalnot in den Behörden gebildet hat.

Steuerrückzahlung nein – Mahnschreiben ja

Bei den Mahnschreiben kam es trotz der hohen Arbeitsbelastung in den Finanzämtern dieses Jahr jedoch nicht zu Verzögerungen. Pünktlich im Sommer wurden die Schreiben versandt. Manche Steuerzahler erhielten so ihr Mahnschreiben für die nächste Steuererklärung, als sie ihren Steuerbescheid noch gar nicht bekommen hatten. So wurden Steuerbescheide für 2012 teilweise noch nicht zugestellt, wohl aber die Mahnschreiben, die Steuererklärung für 2013 abzugeben. Bei Unsicherheiten und Widersprüchen rund um die Steuer sollten sich die Bürger mit ihrem Sachbearbeiter in Verbindung setzen und nachfragen, rät Christina Georgiadis, Sprecherin der Vereinigten Lohnsteuerhilfe (VLH).

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