Unabhängige Finanz- und Versicherungsvergleiche

Finanzamt kommt mit Steuererklärungen nicht voran

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 21.05.2015

Die Deutsche Steuergewerkschaft und der Bund der Steuerzahler wettern gegen das Finanzamt. Zahlreiche Steuerzahler müssten viel zu lange auf die Bearbeitung ihrer Steuererklärung warten. Bei den Ämtern herrschen derweil offenbar chaotische Zustände. Aufgrund von EDV-Problemen und Personalmangel gibt es ein Rückstau bei den Steuerbescheiden.

Zahlreiche Steuerpflichtige haben im März bereits frühzeitig ihre Steuererklärung für 2014 eingereicht. Doch Tausende von ihnen warten laut einem Bericht der „Welt“ noch immer auf den Steuerbescheid vom zuständigen Finanzamt. Seit Wochen kommen die Ämter mit dem Versand der Steuerbescheide nicht mehr hinterher. Zum Leidwesen der Steuerzahler – denn ohne den Bescheid gibt es auch keine Steuerrückzahlung.

Bearbeitung der Steuererklärung nach zwei Monaten

EDV-Probleme und Personalmangel führen auch dieses Jahr bei den Finanzämtern zu langen Verzögerungen. Momentan dauere es rund zwei Monate, bis das Finanzamt eine Steuererklärung bearbeitet hat und den Steuerbescheid versendet, erklärt der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, gegenüber der „Welt“. Auch Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler kritisiert und bemängelt den Zustand deutscher Finanzämter. So sei es zu EDV-Problemen bei der elektronischen Bearbeitung von Steuererklärungen mit Anlagen für Kapitalerträge gekommen, obwohl den Ämtern die Problematik seit 2009 bekannt gewesen sei. Trotz fünfjährigem Vorlauf hätten die Finanzämter die Systemumstellung nicht rechtzeitig umgesetzt bekommen. Dass Steuerzahler aufgrund der Versäumnisse jetzt länger auf die Bearbeitung ihrer Steuererklärung und den Steuerbescheid sowie den Eingang einer möglichen Steuerrückzahlung auf ihrem Girokonto warten müssen, sei nicht akzeptabel.

Das Finanzamt hat die Ruhe weg

Den Steuerzahlern bleibt dennoch nichts anderes übrig, als geduldig zu warten. Obwohl die verzögerte Bearbeitung der Steuererklärung 2014 ärgerlich ist, haben die Wartenden noch keine Möglichkeiten, die Behörden unter Druck zu setzen. Erst wenn ein Finanzamt länger als 15 Monate benötigt, stehen Betroffenen Verzugszinsen in Höhe von sechs Prozent im Jahr zu. Eigenthaler geht davon aus, dass es noch etwa zehn Jahre dauern wird, bis alle Finanzämter auf das neue EDV-System umgestellt sein werden. Im nächsten Jahr dürfte daher mit erneuten Verzögerungen zu rechnen sein.

Aktuelle Finanznews

Girokonto Ratgeber
Girokonto Ratgeber
Im Leben der meisten Menschen ist das Girokonto eine Selbstverständlichkeit. Während es sich ohne Aktiendepot, Festgeldkonto oder Debit Card im Zweifelsfall auskommen lässt, ist und bleibt es ein Muss....
Sichteinlagen: Geld schnell verfügbar anlegen
Sichteinlagen: Geld schnell verfügbar anlegen
Sichteinlagen sind Geldeinlagen, auf die der Bankkunde jederzeit zugreifen kann, zum Beispiel ein Girokonto oder Tagesgeldkonto. Sie sind nur mit geringen Zinsen verbunden, haben aber große Bedeutung für...
Online-Bezahlsysteme erklärt
Online-Bezahlsysteme erklärt
Online-Shopping nimmt einen immer größeren Raum bei unseren Einkäufen ein. Im Gegensatz zum Einkauf im Ladengeschäft gibt es online keine Barzahlungsmöglichkeit. Stattdessen haben Verbraucher die Möglichkeit,...

FinanceScout24 Newsletter

Jetzt anmelden und 100 € Amazon Gutschein gewinnen