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Finanzprophet Armstrong sagt Euro-Crash voraus

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 10.05.2015

Der nicht unumstrittene US-Finanzprophet Martin Armstrong sieht für die Zukunft Europas schwarz – sollte er recht behalten, droht ein Zusammenbruch der europäischen Kapitalmärkte und ein Euro-Crash. Sogar wann sich der nächste Börsenkrach ereignen wird, will der Analyst wissen: Bereits in diesem Herbst könnte es soweit sein.

Finanzanalyst Martin Armstrong prophezeit sowohl einen Euro-Crash als auch einen Zusammenbruch der europäischen Kapitalmärkte. Wie die „Welt“ berichtet, nennt der sogenannte „Wall Street Hellseher“ sogar ein konkretes Datum für den Crash der Kapitalmärkte: Am 1. Oktober soll es so weit sein. Bezüglich des Euro-Zerfalls ist sich Armstrong noch nicht so sicher.

Wahrscheinlichkeit für Euro-Crash bei 90 Prozent

„Ich würde sagen, dass das Risiko für den Zerfall bei 90 Prozent liegt“, so Martin Armstrong über die Zukunft des Euros im Gespräch mit der Tageszeitung. Die Ursachen sieht die amerikanische Finanzlegende in den Fundamenten der Europäischen Währungsunion. „Damit der Euro eine Chance gegen den Dollar hat, hätte man von Anfang an einen einheitlichen Anleihemarkt schaffen müssen. Die großen Investmentgesellschaften wollen ihre Hunderte Billionen in einheitliche Euro-Staatsanleihen anlegen und nicht in Bundesanleihen oder italienischen Schuldtiteln“, erläutert er. Durch gemeinsame Anleihen der Euro-Staaten hätten zum einem einheitliche Reserven gebildet werden können, die den Euro gestärkt hätten. Zum anderen wäre das europäische Bankensystem deutlich weniger anfällig, wenn ein Staat in Schieflage geriete.

Euro-Rettung langfristig chancenlos gegen Kapitalmärkte

Nach Armstrongs Ansicht werde die Euro-Rettungspolitik langfristig vor den Kapitalmärkten kapitulieren müssen. Ein Ausstieg Griechenlands aus dem Euro würde laut Armstrong weitere Länder gefährden. Er rät, auf keinen Fall Staatsanleihen zu kaufen, da diese heillos überbewertet seien. Angesichts des Anleihenkaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB) kommt dieser Tipp wenig überraschend. Für Privatanleger, die Armstrongs Prognose über den Euro-Crash Glauben schenken, müssten in der Konsequenz beispielsweise Wertpapiere in US-Dollar in ihr Depot legen.

Martin Armstrong – umstrittener „Hellseher der Finanzbranche“

Martin Armstrong eilt der Ruf als „Hellseher der Finanzbranche“ voraus. Er prophezeite beispielsweise den ersten Börsencrash nach Ende des Zweiten Weltkriegs, den „Black Monday“, am 19. Oktober 1987 sowie den historischen Nikkei-Kollaps 1989. Auch die Russlandkrise 1998 sah der Analyst voraus. Armstrongs Prognosen basieren auf dem sogenannten „Pi-Code“ – einem von ihm entwickelten Modell, das historische Daten mit aktuellen Kapitalflüssen von Großanlegern verknüpft. Obwohl Armstrongs Pi-Code von zahlreichen Finanzexperten als fundiertes Erklärungsmodell geschätzt wird, ist der Wirtschafts-Prophet nicht unumstritten. 1999 kam es beispielsweise zu einer Anklage, weil er mit einem Schneeballsystem Anleger um insgesamt 700 Millionen Euro betrogen haben soll. Armstrong verbrachte daraufhin zwölf Jahre in Haft und ist seit 2011 wieder auf freiem Fuß.

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