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Fremdwährungen: Spontanes Wechseln selten möglich

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 22.09.2016

Wer in Länder außerhalb der Eurozone reist, benötigt in der Regel Geld in der Landeswährung. Die Reisekasse bereits im Vorfeld kurzfristig mit Bargeld in Währung des Ziellandes zu bestücken, wird in Deutschland jedoch zunehmenden schwieriger. Denn immer weniger Banken halten noch Fremdwährungen vor.

Seit der Euro-Einführung gerät die Bargeldversorgung im Ausland per Reisescheck und in Wechselstuben zunehmend aus der Mode. Außerhalb der Eurozone lässt sich die Fremdwährung im Normalfall bequem nach der Ankunft aus dem nächsten Geldautomaten ziehen, die Gebühren dafür können sogar niedriger ausfallen als beim Wechseln in Deutschland. Verbraucher, die zur Sicherheit allerdings zumindest einen kleinen Bargeldbetrag in der Landeswährung bei der Ankunft parat haben möchten, haben es hingegen zunehmend schwerer, diese schon vor der Abreise in Deutschland zu beschaffen, wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet.

Exotische Fremdwährungen spontan kaum erhältlich

Selbst gängige Fremdwährungen wie US-Dollar, Britische Pfund und Schweizer Franken können demnach meist nur noch in großen Filialen am Schalter getauscht werden. Bargeld in exotischeren Fremdwährungen muss in der Regel auch hier vorbestellt werden. Seit der Euroeinführung und der zunehmenden Verbreitung von Kreditkarten ist die Nachfrage nach Fremdwährungen deutlich gesunken. Da die Bereithaltung von Fremdwährungen für die Geldhäuser mit einem relativ hohen Verwaltungsaufwand verbunden ist und zudem auch noch ein Verlustrisiko durch Kursschwankungen birgt, bieten viele Filialen von Banken, Sparkassen und genossenschaftlichen Instituten diesen Service nicht mehr an.

Auszahlung vom Konto günstiger als Tausch von Bargeld

Die Geldhäuser, die noch Fremdwährungen tauschen, verlangen für diese Dienstleistung in manchen Fällen vergleichsweise hohe Gebühren, die sich nicht sonderlich von denen der Wechselstuben im Ausland unterscheiden. So kostet der Umtausch von Beträgen unter 200 Euro bei der Sparda Bank Baden-Württemberg 10,75 Euro an Gebühren. Andere Institute bieten den Tausch in Fremdwährungen hingegen kostenlos an. So ist die Auszahlung von Bargeld in Fremdwährung für Kunden der Commerzbank beispielsweise kostenlos, wenn sie ihn über ihr Girokonto abwickeln. Kunden, die Bargeld in Fremdwährungen tauschen wollen, zahlen hingegen 5,50 Euro Gebühren.

Nach dem gleichen Modell geht die Deutsche Bank vor. Hier ist der Tausch gängiger Währungen in der Regel sogar noch sofort möglich. Bei der Commerzbank liegen bestellte ausländische Währungen hingegen erst am nächsten Tag bereit. Kunden der größten deutschen Sparkasse in Hamburg, kurz Haspa, müssen sich hingegen bis zu sieben Tage gedulden. Dafür ist der Umtausch für sie hier allerdings kostenlos. Fremdkunden zahlen bei allen genannten Geldhäusern rund fünf Euro für den Bargeldtausch. Spontanes Auffüllen der Reisekasse mit Bargeld in Fremdwährung ist auch bei der Hypovereinsbank nicht möglich: Hier können die sogenannten Sorten online in gewünschter Stückelung bestellt werden. Die Bank liefert das Geld dann kostenlos zum Kunden.

Quelle: Wirtschaftswoche

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