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Garantiezins für Lebensversicherung bleibt stabil

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 03.02.2015

Trotz sinkendem Zinsniveau wird der Garantiezins für die Lebensversicherung voraussichtlich auch 2016 auf dem aktuellen Stand bleiben: Die Deutsche Aktuarvereinigung empfiehlt, den aktuellen Höchstrechnungszins für Neuverträge beizubehalten. In der Regel folgt das Bundesfinanzministerium der Empfehlung der Versicherungsmathematiker.

Der Garantiezins für die Lebensversicherung bleibt aller Voraussicht nach auch im kommenden Jahr stabil. Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) hat die Empfehlung ausgesprochen, den sogenannten Höchstrechnungszins in der Lebensversicherung trotz des niedrigen Zinsniveaus auch 2016 bei 1,25 Prozent zu belassen. „Nach unseren Modellen ist eine Obergrenze von 1,25 Prozent auch im kommenden Jahr weiterhin darstellbar“, sagte Wilhelm Schneemeier, stellvertretender Vorsitzender des DAV der Nachrichtenagentur dpa.

Garantiezins für Lebensversicherungen muss nicht zwingend gezahlt werden

Allerdings handelt es sich bei den 1,25 Prozent um eine Obergrenze. Das heißt, Versicherungsanbieter könnten ihren Kunden theoretisch auch eine geringere Verzinsung zusagen, jedoch keine höhere. Damit soll sichergestellt werden, dass Versicherungsanbieter sich nicht übernehmen und zugesicherte Leistungen auch in Zukunft erfüllen können. Üblicherweise sichern die Unternehmen den Höchstrechnungszins zu, sodass sich im Volksmund der Ausdruck Garantiezins etabliert hat. Wie hoch der Garantiezins für die Lebensversicherung ist, entscheidet das Bundesfinanzministerium. Als Grundlage für die Entscheidung des Ministeriums dienen die Berechnungen der DAV und Empfehlungen der Finanzaufsichtsbehörde Bafin. Üblicherweise hält sich das Ministerium von Wolfgang Schäuble (CDU) dabei an die Empfehlung der DAV.

Lebensversicherungen angesichts niedrigen Zinsniveaus attraktiv

Der Garantiezins für Lebensversicherungen hatte Mitte der 1990er Jahre noch 4 Prozent betragen. Nachdem er im vergangenen Jahr noch bei 1,75 Prozent lag, wurde der Höchstrechnungszins zum Jahresbeginn auf das aktuelle Niveau von 1,25 Prozent abgesenkt. Die niedrigen Zinsen hatten Kapitallebensversicherungen in letzter Zeit für Anleger zunehmend unattraktiver gemacht. In Anbetracht möglicherweise noch weiter sinkender Zinsen durch die Geldflut, welche die Europäische Zentralbank (EZB) durch ihre Anleihenkäufe auf den Markt spülen wird, könnte eine Verzinsung von 1,25 Prozent Lebensversicherungen für Anleger doch wieder zu einer interessanten Geldanlage werden lassen.

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