Unabhängige Finanz- und Versicherungsvergleiche

Gasversorger halten an ihren Preisen fest

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 10.04.2015

Während der Ölpreis im letzten Jahr deutlich gefallen ist, haben die Gasversorger ihre Preise kaum verändert. Der Grund: Öl- und Gaspreis sind nicht mehr aneinander gekoppelt. Laut aktuellen Einschätzungen werden Gaskunden zunächst auch weiterhin höhere Energie- und Nebenkosten tragen müssen, als Verbraucher, die auf Öl setzen. Mittelfristig könnten jedoch auch die Gaspreise sinken.

Seit Juni 2014 ist der Ölpreis laut Informationen des „Handelsblatts“ um rund 60 Prozent gefallen. Vor wenigen Jahren hätte sich diese Entwicklung auch auf die Preise der Gasversorger ausgewirkt. Doch die Kopplung von Gas- und Ölpreis gehört der Vergangenheit an, wie Gaskunden an ihren Nebenkosten momentan deutlich spüren können.

Unverändert hohe Nebenkosten für Gaskunden

Laut Umfragen des Hamburger Energie-Informationsdienstes (EID) sowie mehrerer Verbraucherportale, auf die sich die „Welt“ bezieht, wollen kaum Gasversorger in naher Zukunft ihre Preise senken. Einem aktuellen Gaspreisindex zufolge zahlen Verbraucher in Deutschland bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden (kWh) aktuell 6,45 Cent brutto pro Kilowattstunde. Damit ist der Gaspreis im Vergleich zum Vorjahr nur um rund zwei Prozent gesunken. Auch Verbraucher, die zwischenzeitlich einen Gaspreis-Vergleich durchgeführt haben und zu einem günstigeren Gasversorger gewechselt sind, zahlen damit nur geringfügig geringere Nebenkosten fürs Heizen. Im Gegensatz dazu freuen sich Besitzer von Ölheizungen über die stetig fallenden Preise.

Gasversorger machen ihre eigene Rechnung

Noch vor wenigen Jahren war die Preisgestaltung der Gasversorger an die Ölpreise gekoppelt. Doch seit 2010 lösen sich die Gasanbieter immer mehr von dieser Praxis. Die Verbraucherpreise hängen mittlerweile in erster Linie von den Handelspreisen ab. Allerdings spielen auch Markterwartungen eine Rolle. So fiel der Handelspreis im letzten Jahr von 24 auf 20 Euro pro Megawattstunde (MWh), doch die Gasversorger haben diesen Preisfall kaum an die Verbraucher weitergegeben. „Die Marktteilnehmer sehen einige Unsicherheiten“, sagt Rainer Wiek vom EID:

  • Die Gasspeicher der EU müssen aufgefüllt werden. 
  • Produktionskürzungen in den Niederlanden nach einem Erdbeben sorgen für Unsicherheit. 
  • Die unklare Lage in der Ukraine wirft bezüglich der Gasversorgung Fragen auf. 

 

Zuletzt war der Preis auf dem Gasmarkt auch aufgrund dieser Faktoren auf 22 Euro pro MWh angestiegen. Doch Wiek kann Gaskunden beruhigen: Die meisten Analysten gehen davon aus, dass sich der Abwärtstrend auch bei den Gaspreisen fortsetzen wird. Dadurch könnten sich dann mittelfristig auch Gasverbraucher über sinkende Nebenkosten freuen.

 | shutterstock.com

Aktuelle Finanznews

Stromanbieter
Stromanbieter
Kennen Sie alle Stromanbieter, die in Deutschland vertreten sind? Wir geben Ihnen einen ersten Überblick - jeweils mit ausführlichem Portrait und Kontaktadressen. Sie suchen eine bestimmte Versicherung...
VERIVOX
VERIVOX
Verivox ist Deutschlands größtes unabhängiges Verbraucherportal für Energie und Telekommunikation. Die Verivox GmbH wurde 1998 in Heidelberg gegründet und hat seither über 1,6 Mio. Kunden beim Anbieterwechsel...
Stromzähler: Wichtiges Messinstrument in allen Haushalten
Stromzähler: Wichtiges Messinstrument in allen Haushalten
Stromzähler sind das Verbindungsstück zwischen Netzbetreiber, Energieversorger und Kunde. Sie messen den Strom in Kilowattstunden, den jeder einzelne Haushalt im Jahr tatsächlich nutzt. In Zeiten der Energiewende...

FinanceScout24 Newsletter

Jetzt anmelden und 100 € Amazon Gutschein gewinnen