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GDV will betriebliche Altersversorgung stärken

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 17.01.2016

Die betriebliche Altersversorgung hat sich laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zwar positiv entwickelt, muss aber gerade für Geringverdiener noch weiter gestärkt werden. In einem 7-Punkte-Plan gibt der Verband Anregungen und sieht dabei besonders die Entgeltumwandlung als erfolgversprechenden Faktor.

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) sollte nach Einschätzung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gestärkt werden. Der Verband hat einen 7-Punkte-Plan vorgelegt, mit dem er neue Impulse setzen möchte. Gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen sehen die Versicherer Nachholbedarf. Außerdem müssten ihrer Ansicht nach mehr Anreize für Geringverdiener geschaffen werden.

Betriebliche Altersversorgung mit Entgeltumwandlung

Seit 2001 besteht der Entgeltumwandlungsanspruch für Arbeitnehmer. Dadurch können sie Teile ihres Gehalts in eine betriebliche Altersversorgung umwandeln. Trotzdem nutzen gerade in kleinen und mittleren Unternehmen viele Mitarbeiter diese Möglichkeit nicht. Deshalb sollen laut GDV Arbeitnehmer, in deren Firma keine bAV-Lösung angeboten wird, von ihrem Arbeitgeber verlangen können, dass dieser einen Vertrag mit einem vom Arbeitnehmer gewählten Anbieter schließt. Zudem sollten Angestellte noch besser über die Möglichkeiten der Entgeltumwandlung informiert werden.

Ein weiterer Vorschlag des Verbandes sieht die automatische Einbeziehung ganzer Belegschaften in die betriebliche Altersversorgung vor. Im Arbeitsvertrag könne dafür eine automatische Entgeltumwandlung vereinbart werden, der die Mitarbeiter widersprechen müssten, wenn sie daran nicht teilnehmen wollen.

GDV fordert mehr Anreize für Geringverdiener

Gerade für Arbeitnehmer mit geringem Einkommen, die besonders stark von Altersarmut bedroht sind, bietet die betriebliche Altersversorgung häufig wenig Vorteile. Denn diese Gruppe profitiert meist nicht ausreichend von der steuerlichen Förderung. Deshalb schlägt der GDV vor, einen pauschalen steuerlichen Zuschuss einzurichten. Außerdem befürwortet der Verband die Einführung angemessener Freibeträge, wenn im Alter Leistungen der betrieblichen Altersversorgung bezogen werden. Durch die volle Anrechnung der Leistungen befürchten dem GDV zufolge viele Geringverdiener, dass sich diese Form der Vorsorge für sie nicht lohnt. In der gesetzlichen Krankenversicherung sind außerdem die bAV-Leistungen für Betriebsrentner voll beitragspflichtig, was ebenfalls vor allem Geringverdiener belastet.

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