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Geld abheben im Ausland: Abzocke am Geldautomaten

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 13.01.2015

Eigentlich soll ein Urlaub vor allem eins sein: sorgenfrei. Beim Geldabheben im Ausland sollten Touristen jedoch wachsam sein. Immer mehr Geldautomat in Nicht-Euro-Staaten bieten bei der Auszahlung die Abrechnung in Euro an. Was auf den ersten Blick verlockend einfach aussieht, kann am Ende teuer werden, warnen Verbraucherschützer.

Geldabheben im Ausland kann Verbraucher einiges an Gebühren kosten: Viele Geldautomaten in Nicht-Euro-Staaten bieten an, den gewünschten Betrag direkt in Euro zum „festgelegten Wechselkurs“ statt in der Fremdwährung abrechnen zu lassen, berichtet „Spiegel Online“. Der Vorteil: Die Methode erspart das lästige Umrechnen im Kopf. Dass sie sich trotzdem nicht lohnt, weiß Erk Schaarschmidt von der Verbraucherzentrale  Brandenburg-Franken nach einer Reise in die Schweiz.

Geld abheben im Ausland: „Möchten Sie in Euro zahlen?“

Auch der Verbraucherschützer kam während seines Urlaubs nicht ums Geldabheben herum. An zwei verschiedenen Geldautomaten hob er zweimal denselben Betrag ab: An der ersten Maschine nutzte er die automatische Euro-Abrechnung, an der zweiten hingegen nicht. Wie er berichtet, zeigte der Kontoauszug anschließend, dass das Abheben mit Sofortumrechnung in die Heimatwährung Euro rund 30 Euro Gebühren mehr gekostet habe.

Dynamische Währungsumrechnung auf dem Vormarsch

Nicht nur in der Schweiz wird die dynamische Währungsumrechnung namens „Dynamic Currency Conversion“ an Geldautomaten oder beim Bezahlen mit EC- oder Kreditkarte angeboten, auch in Polen, Tschechien, aber auch in der Türkei, Großbritannien oder China gibt es das Verfahren. Dabei können bis zu zehn Prozent des abgehobenen Betrags kassiert werden. Dies hat die Stiftung Warentest bei einer Untersuchung für fünf Nicht-Euro-Staaten herausgefunden. Die „Masche“ ist dennoch formal legal, denn der Verbraucher kann beim Geld abheben im Ausland frei wählen, ob er die Sofortabrechnung in der Heimatwährung oder eine Auszahlung in der entsprechenden Landeswährung in Anspruch nimmt. Schaarschmidt sieht darin eine „moderne Touristenfalle“, bei der die „Unwissenheit von Reisenden“ ausgenutzt werde. Urlauber sollten sich deshalb beim Abheben am Geldautomaten besser für die Auszahlung in der Landeswährung entscheiden und dabei den aktuellen Wechselkurs im Blick haben. 

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