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Geburtenrate in Metropolen oft besonders hoch

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 05.05.2016

Nach verbreiteter Meinung ist die Geburtenrate in Metropolen im Vergleich zu kleineren Städten und ländlichen Gegenden meist sehr niedrig, unter anderem aufgrund hoher Lebenshaltungskosten. Auch Wohnraumknappheit in Metropolen hält viele Großstädter angeblich von der Gründung einer Familie ab. Eine aktuelle Studie zeichnet jedoch ein anderes Bild.

In mehreren Metropolen weltweit liegt die Geburtenrate über dem jeweiligen landesweiten Durchschnitt. So lautet ein zentrales Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des Allianz-Versicherungskonzerns in insgesamt 41 Metropolen.

Deutschland: Mehrere Metropolen mit hoher Geburtenrate

So ist die Geburtenrate gleich in mehreren deutschen Metropolen, gemessen an der Bevölkerung, höher als im Bundesdurchschnitt. Besonders deutlich ist die Diskrepanz in Frankfurt, das eine um 12,6 Prozent höhere Geburtenrate aufweist. In München ist die Rate immerhin noch um 4,9 Prozent, in Berlin um 1,6 Prozent höher. In Hamburg dagegen zeigt sich ein gegenteiliges Bild: Hier liegt die Geburtenrate unter dem bundesweiten Durchschnitt. International weist von den 41 untersuchten Städten Kopenhagen die größte Differenz zum Rest des Landes auf: Dort ist die Geburtenrate sogar um 13,6 Prozent höher als in Dänemark insgesamt.

Wohlstand in Großstädten begünstigt Familiengründungen

Diese Ergebnisse der Untersuchungen stehen im Gegensatz zu der bisherigen weitverbreiteten Annahme, dass viele Bewohner von Metropolen beispielsweise aufgrund hoher Lebenshaltungskosten sowie knappen Wohnraums in ihrer Umgebung darauf verzichten, eine Familie zu gründen. Nach Ansicht der Studienautoren jedoch wohnen in vielen Metropolen überdurchschnittlich viele junge Paare mit besonders hohem Einkommen, die sich entsprechend auch eine Familiengründung gut leisten können. Zudem sei es laut den Autoren für Frauen in Großstädten häufig einfacher, Job und Familie zu vereinbaren. Grund seien beispielsweise die höhere Anzahl an Unternehmen, die Mitarbeiterinnen durch flexible Teilzeit- oder Elternzeitregelungen entgegenkämen.

Darüber hinaus ist laut den Autoren der Studie in letzter Zeit bei vielen Großstädtern eine Entwicklung zu beobachten, den sie den „Brangelina-Effekt“ nennen: Demnach gelten gerade in wohlhabenden Familien Kinder oftmals als Statussymbol, anhand dessen sich gut nach außen signalisieren lasse, dass ausreichend Geld vorhanden sei, um in teuren Metropolen eine Familie zu gründen. Die Forscher beziehen sich dabei auf die Namen der Schauspieler Brad Pitt und Angelina Jolie, die insgesamt sechs leibliche und adoptierte Kinder haben.

Quelle: Welt

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