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Gehaltsvergleich-Studie: Wer misstraut, verliert

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 07.06.2015

Bekommen schlanke Menschen eher eine Gehaltserhöhung als Arbeitnehmer mit ein paar Kilo zu viel auf den Hüften? Forscher haben genau solche Fragen zum Anlass genommen, um eine aktuelle Studie zum Gehaltsvergleich zu erstellen. Das Ergebnis: Misstrauische Menschen verdienen im Schnitt weniger als vertrauensvolle. Doch ist Verlass auf solche pauschale Aussagen?

Forscher wollen in einer Gehaltsvergleich-Studie herausgefunden haben, dass Menschen mit bestimmten Charaktereigenschaften weniger verdienen als andere, berichtet die „WirtschaftsWoche“. Die Untersuchung wurde von Sozialpsychologen der Universität Köln durchgeführt, die sich bei der Erhebung auf Daten des Sozio-ökonomischen Panels bezogen haben: Es wurden die Daten und Angaben von rund 16.000 Personen aus dem Jahr 2003 mit denen aus 2012 verglichen.

Gehaltsvergleich: Misstrauen kann Lohnerhöhung im Weg stehen

Arbeitnehmer, die nach eigener Aussage von Kollegen und anderen Menschen aus ihrem sozialen Umfeld für aufrichtig und vertrauensvoll gehalten werden, konnten ihr Gehalt über den gesamten Untersuchungszeitraum um durchschnittlich 240 Euro steigern. Im unmittelbaren Gehaltsvergleich fiel auf, dass argwöhnische Menschen, die anderen überwiegend misstrauen, eine deutlich geringere Gehaltserhöhung einstreichen konnten. Es ist nicht die erste Studie, die sich mit Faktoren auseinandergesetzt hat, die rein theoretisch Gehaltsunterschiede bedingen können. So belegte etwa jüngst eine Untersuchung der Universität Potsdam in Zusammenarbeit mit der City University of New York, dass schlanke Frauen im Durchschnitt mehr verdienen als dicke Frauen. Diesen Ergebnissen zufolge scheint Attraktivität wichtiger zu sein als Leistung im Job – vor allem in Berufen mit Kundenkontakt trat dieses Phänomen laut Studie besonders häufig auf. Ganz anders bei den Männern: Hier verdienen Arbeitnehmer mit einem höheren Body-Mass-Index (BMI) durchschnittlich mehr als männliche Kollegen, die weniger auf die Waage bringen.

Ursache-Wirkungs-Zusammenhang nicht bewiesen

Problematisch an solchen Ergebnissen sei in der Regel jedoch, dass ein klarer Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung bislang in noch keiner Untersuchung nachgewiesen werden konnte. Geklärt ist laut „Handelsblatt“ nicht, ob ein bestimmter Faktor tatsächlich den anderen bedingt oder ob es am Ende gar reiner Zufall ist, dass beide Merkmale gleichzeitig auftreten.

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