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Ängste der Deutschen drehen sich primär um Geld

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 09.09.2014

Die Ängste der Deutschen drehen sich vor allem um ihre Finanzen. Eurokrise und steigende Lebenshaltungskosten schüren bei den Bundesbürgen die Furcht vor eventuellen Geldsorgen. Dabei betrachtet die Politik die europäische Schuldenkrise als weitgehend überwunden und es gibt derzeit keinerlei Anzeichen für eine Inflation.

Die größten Ängste der Bundesbürger betreffen ihr Geld. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der R+V-Versicherung zu den Ängsten der Deutschen, die in der vergangenen Woche vorgestellt wurde. Wie die „Welt“ berichtet, fürchten demnach 60 Prozent der Deutschen, dass ihnen Geldsorgen durch die Eurokrise und eine erhöhte Steuerlast entstehen.

Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten trotz niedriger Inflation

Steigende Lebenshaltungskosten sind mit 58 Prozent Zustimmung die zweitgrößte Angst der Deutschen. In Anbetracht der historisch niedrigen Inflationsrate von etwa 0,8 Prozent sind explodierende Preise derzeit allerdings nicht zu erwarten. Allerdings spiegelten die Ängste nicht die realen Gefahren wider, sondern seien Ausdruck starker Emotionen, die durch Medien verstärkt würden, erklärt Finanzberaterin Constanze Hintze gegenüber der „Welt“.

Geldsorgen vermeiden: Erst Versicherungen, dann Vermögenswerte aufbauen

Hintze empfiehlt, einseitige Anlageentscheidungen zu vermeiden und die Geldanlage von der aktuellen Lebensphase abhängig zu machen. "In jüngeren Jahren sind zunächst einmal Versicherungen wichtig. Später geht es darum, Vermögenswerte aufzubauen“, rät Hintze. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist schon für Berufseinsteiger sinnvoll. Beim späteren Vermögensaufbau sichere eine breite Streuung am besten vor persönlichen und politischen Risiken.

Risiken realistisch einschätzen

Generell empfehlen Finanzexperten, sich bei der Geldanlage nicht von unbestimmten Ängsten leiten zu lassen, sondern Risiken realistisch zu bewerten. Insgesamt betrachtet ist das Angstniveau der Deutschen 2014 überraschend gering. Der R+V-Angstindex befindet sich mit 39 Punkten auf dem niedrigsten Wert seit 1994.

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