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Geldvermögen privater Haushalte auf Höchststand

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 25.07.2015

Dank stabilem Arbeitsmarkt und steigender Löhne: Die Deutschen besitzen so viel Geld wie selten zuvor. Anfang 2015 ist das Geldvermögen privater Haushalte kräftig gewachsen. Gewinnbringend angelegt wird es allerdings nicht allzu häufig. Trotz niedriger Verzinsung bevorzugen die Deutschen sichere, hochliquide Anlagen. Das Nettovermögen konnte aufgrund geringer Kreditaufnahmen sogar noch stärker zulegen.

Das Geldvermögen der Bundesbürger ist in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres auf einen neuen Rekordwert angestiegen. Wie aus einer Pressenotiz der Bundesbank hervorgeht, horten die Deutschen 5.212 Milliarden Euro.

„Außergewöhnlich kräftiger“ Anstieg des Geldvermögens

Damit ist das Geldvermögen der privaten Haushalte im ersten Vierteljahr 2015 gegenüber dem vorangegangenen Quartal um 2,8 Prozent beziehungsweise 140 Milliarden Euro gewachsen. Dieser nach Bewertung der Bundesbank „außergewöhnlich kräftige“ Anstieg ist zum einen darauf zurückzuführen, dass viele Menschen dank solider Wirtschaftslage und steigender Einkommen mehr Geld zurücklegen. Zum anderen konnten Anleger mit Fondsanteilen oder Aktien im Depot insgesamt Bewertungsgewinne von gut 87 Milliarden Euro erzielen.

Geldvermögen wird nicht langfristig angelegt

Neben den Kursgewinnen aus Wertpapieren belief sich die sogenannte „transaktionsbasierte Geldvermögensbildung“ der Bundesbürger auf insgesamt knapp 53 Milliarden Euro. Trotz sehr niedriger Verzinsung legten private Haushalte dieses Vermögen bevorzugt in kurzfristig verfügbaren Bankeinlagen wie Tagesgeld an. Euro. Nach Angaben der Bundesbank floss mit rund 17 Milliarden Euro knapp ein Drittel dieser Mittel in besonders liquide Sichteinlagen oder wurde direkt als Bargeld gehortet. Daneben wird in Versicherungen und Produkte zur privaten Vorsorge investiert. Termin- und längerfristige Spareinlagen einschließlich Sparbriefe wurden hingegen abgebaut.

Dank geringer Kreditaufnahme deutlicher Zuwachs beim Nettogeldvermögen

Erstaunlich ist, dass Verbraucher die niedrigen Zinsen nicht verstärkt nutzten, um zu günstigen Konditionen Kredite aufzunehmen. Die Verbindlichkeiten der Deutschen nahmen mit 0,2 Prozent nur leicht zu. Insgesamt wurden Kredite in Höhe von etwa vier Milliarden Euro aufgenommen, dabei handelte es sich verstärkt um Baufinanzierungen. Angesichts der geringen Verschuldung wuchs das Nettogeldvermögen der Bundesbürger, also das Sparvermögen abzüglich der Verbindlichkeiten, seit dem Jahresende 2014 sogar um 3,9 Prozent.

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