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Geldvermögen übersteigt fünf Billionen Euro

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 29.01.2015

Trotz anhaltend niedrigem Zinsniveau ist das Geldvermögen deutscher Privathaushalte erstmalig über die Marke von fünf Billionen Euro gestiegen. Die Bundesbürger bevorzugen derzeit hochliquide Geldanlagen, börsennotierte Anlageformen sind bei Privatanlegern nach wie vor nicht sehr beliebt. Dafür nutzen Sie die niedrigen Zinsen zunehmend für günstige Kredite.

Das Geldvermögen der Deutschen beträgt erstmals über fünf Billionen Euro. Wie die „Welt“ berichtet, nahm das Geldvermögen der Bundesbürger von Juli bis September 2014 um 28 Milliarden Euro zu und beträgt nun 5,011 Billionen Euro. Dieser Zuwachs um 0,6 Prozent ist insofern bemerkenswert, als dass ein Großteil der Deutschen sein Anlageverhalten nicht dem niedrigen Zinsniveau anpasst. Obwohl kaum Rendite zu erwarten ist, bevorzugen viele private Haushalte nach wie vor klassische, risikoarme Anlageprodukte mit hoher Verfügbarkeit wie Festgeld, Tagesgeld und Banksparpläne.

Geldvermögen der Deutschen

Geldvermögen aus Börsenwerten von Kursverlusten betroffen

Das Vermögen aus Bankeinlagen, Bargeld, Wertpapieren und Ansprüchen gegenüber Versicherungen durch Transaktionen stieg um 34,5 Milliarden Euro. Haushalte, die Börsenwerte halten, mussten im Erhebungszeitraum allerdings Bewertungsverluste in Höhe von knapp 6,5 Milliarden Euro hinnehmen. Da sich der DAX zur Zeit der Datenerhebung in einer Schwächeperiode befand, die inzwischen überwunden ist, könnte das aktuelle Geldvermögen deutscher Haushalte über dem ermittelten Werten liegen.

 

Niedriges Zinsniveau wird zunehmend für Kredite genutzt

Nach Informationen der Bundesbank vermeiden es Privatanleger derzeit, ihr Vermögen längerfristig anzulegen: „Die im Umfeld niedriger Zinsen bereits seit Längerem zu beobachtende Präferenz der privaten Haushalte für hochliquide Anlageformen (das heißt: auf die man besonders schnell zugreifen kann) setzte sich damit im Berichtsquartal fort.“ Das niedrige Zinsniveau nutzen private Haushalte zunehmend für die Aufnahme von Krediten. Im dritten Quartal 2014 wurden Neukredite in Höhe von rund 9,5 Milliarden Euro aufgenommen. Ein Großteil des Kapitals wird für den Wohnungsbau verwendet.

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