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Geldvermögen deutscher Haushalte so groß wie nie

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.11.2013

Trotz der dauerhaft niedrigen Zinsen hat das Vermögen der Deutschen ein neues Rekordniveau erreicht. Nach einer aktuellen Statistik der Deutschen Bundesbank gab es ein besonders großes Wachstum bei Bankeinlagen und den Ansprüchen der Haushalte gegenüber Versicherungen. Auch die Kreditlaune wirkt sich positiv auf das Netto-Geldvermögen aus.

Wie die Bundesbank nach einem Bericht der „Welt“ mitteilte, beläuft sich das Geldvermögen privater deutscher Haushalte zum Ende des zweiten Quartals 2013 auf 5.027 Billionen Euro. Aufgrund des Zinsniveaus ging das Tempo, mit dem das Vermögen der Deutschen wächst, jedoch zurück.

Geldvermögen: Weniger Aktien, weniger Zinsen

Das Vermögen der Deutschen wächst auch aus dem Grund langsamer, dass sich immer mehr Anleger – trotz der positiven Kursentwicklungen –  von ihren Aktien trennen und dafür zinsschwächere, aber sichere Bankeinlagen tätigen. Lag das Wachstum zu Beginn des Jahres noch bei 1,1 Prozent, ging es nach der aktuellen Statistik nun auf 0,5 Prozent zurück. Insgesamt wuchs das Geldvermögen hauptsächlich durch Bargeldbestände, Wertpapiere, Bankeinlagen und Ansprüchen gegenüber Versicherungen.

  Ende 2012
Geldvermögen in Milliarden Euro
Mitte 2013
Geldvermögen in Milliarden Euro
Bargeld und Einlagen 2.014,9 2.040,9
Aktien 259,2 264,4
Ansprüche gegenüber Versicherungen 1.475,7 1.517,4
Festverzinsliche Wertpapiere 238,2 221,9

Datenquelle: „Welt“

Vermögen der Deutschen wächst durch Kredite

Weiterhin nehmen deutsche Haushalte aufgrund der günstigen Zinsen Kredite auf. Nach den Angaben der Bundesbank wurden allein im zweiten Quartal 2013 Kredite in einer Gesamthöhe von sechs Milliarden Euro aufgenommen. Der größte Teil davon sind Wohnungsbaukredite. Das Netto-Geldvermögen stieg dadurch um 17 Milliarden Euro.

Das Vermögenswachstum der privaten Haushalte in Deutschland nimmt im Normalfall stetig zu. Das letzte Mal, dass das Geldvermögen nicht entsprechend gestiegen ist, war im dritten Quartal 2011, als Turbulenzen auf dem Aktienmarkt für Verluste sorgten.

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