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Zu wenige Deutsche riestern fürs Alter

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 30.11.2014

Nach aktuellen Einschätzungen droht immer mehr Deutschen die Altersarmut. Gemessen an den einst hohen Erwartungen riestern viel zu wenige Menschen, um die gesetzliche Rente aufzubessern. Besonders jüngere Menschen mit niedrigeren Einkommen verzichten auf eine private Altersvorsorge. Doch ohne das zusätzliche Geld im Alter bleibt häufig nur die Grundversorgung.

Die gesetzliche Rente reicht für viele Deutsche aktuell kaum noch aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter fortzusetzen. In Zukunft wird sich diese Situation sehr wahrscheinlich noch deutlich zuspitzen. Mit der Einführung der Riester-Rente sollte dieser Entwicklung entgegengewirkt werden. Doch aktuelle Erkenntnisse belegen, dass viel zu wenige Menschen riestern, um die gesetzliche Rente aufzubessern. Besonders junge Menschen zögern laut Informationen der „FAZ“ bei der Altersvorsorge.

Weniger als die Hälfte riestert

Der Grünen-Rentenpolitiker Markus Kurth hat beim Finanzministerium erfragt, wie viele Menschen in Deutschland riestern und ihre Vorsorgeverträge regelmäßig bedienen. Die Antwort des Ministeriums zeigt auf, dass nur rund 12,7 Millionen Riester-Verträge regelmäßig durch Einzahlungen als zusätzliche private Altersvorsorge aktiv aufgebaut werden. Lediglich 6,4 Millionen der Riester-Kunden zahlen dabei vier Prozent ihres Bruttoeinkommens ein, um von den vollen staatlichen Zulagen zu profitieren. Laut Schätzungen könnten jedoch rund 35,7 Millionen Menschen riestern und so ihre gesetzliche Rente im Alter ergänzen. Aufgrund des aktuell bereits niedrigen Versorgungsniveaus und des für die nächsten Jahre erwarteten weiteren Rückgangs der Leistungen aus der gesetzlichen Rente steht seit Jahren fest, dass für viele Menschen die Altersrente allein nicht reichen wird. Wer den aus dem Arbeitsleben gewohnten Lebensstandard auch im Rentenalter halten möchte, muss daher auch selbst vorsorgen.

Junge Menschen resignieren

Laut Markus Kurth fürchten besonders junge Deutsche mit geringerem Einkommen häufig, dass ihnen aufgrund ihres niedrigen Gehalts im Alter ohnehin nur die Grundsicherung bleiben werde. Eine Riester-Rente würde dann nicht zusätzlich angerechnet werden, sondern nur von den staatlichen Leistungen bis auf das Niveau der Grundsicherung ergänzt werden. Letztlich könnte ein Rentner mit einem Riester-Vertrag dann genau das gleiche Einkommen durch Grundsicherung und Riester erhalten wie ein Rentner, der nicht während des Arbeitslebens privat vorgesorgt hat. Jetzt denken Politiker darüber nach, ob die Riester-Zulagen für Geringverdiener erhöht werden sollten und ein Freibetrag bei der Grundsicherung eingeführt wird, um mehr Anreize zum Riestern zu schaffen.

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