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GKV: Weitere Erhöhung der Zusatzbeiträge droht

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 14.03.2016

Erst zu Beginn des Jahres 2016 hat ein Großteil der Krankenkassen die Zusatzbeiträge erhöht. Die dadurch entstehende höhere finanzielle Belastung wird, anders als der allgemeine Beitragssatz, von den Versicherten komplett allein getragen. Nun scheint absehbar, dass sich die Erhöhungen auch in Zukunft fortsetzen werden. 

Die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen werden in den nächsten Jahren voraussichtlich weiter kontinuierlich steigen. Diese Vermutung äußerte Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Defizit bei den Krankenkassen erfordert höhere Zusatzbeiträge

Pfeiffer schätzt, dass die Zusatzbeiträge im Jahr 2019 bei rund 1,8 Prozent liegen werden. Ein wichtiger Grund für die weitere Erhöhung, so die GKV-Vorsitzende, seien Ausgaben der Kassen, die stärker steigen als die Einnahmen. Entsprechend hätten viele Krankenkassen die Zusatzbeiträge in der Vergangenheit bereits erhöht und würden dazu voraussichtlich auch in Zukunft gezwungen sein. Hintergrund, so die „NOZ“, ist ein Defizit von etwa 1,1 Milliarden Euro, das die gesetzlichen Krankenkassen trotz guter Konjunktur im Jahr 2015 erwirtschaftet hätten. Laut der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) sind auch der medizinische Fortschritt, die insgesamt älter werdende Gesellschaft und anstehende Reformen im Gesundheitsbericht Gründe für eine zukünftige Erhöhung der Zusatzbeiträge. 

Letzte umfassende Erhöhung der Zusatzbeiträge Anfang 2016

Schon zum Jahresbeginn 2016 waren die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen gestiegen, laut „SZ“ im Schnitt von 0,9 auf 1,1 Prozent. Schon damals durchbrachen drei deutsche Krankenkassen mit ihrem Gesamtbeitrag die 16-Prozent-Marke. Grundsätzlich gilt in der gesetzlichen Krankenversicherung, dass die Zusatzbeiträge ausschließlich von den Versicherten selbst getragen werden, während der allgemeine Beitragssatz zur Hälfte vom Arbeitgeber übernommen wird. Diese Verteilung der Kosten wurde sowohl in politischen Kreisen als auch von den gesetzlichen Krankenkassen selbst kritisiert. In diesem Zusammenhang wurde die Forderung laut, die finanzielle Belastung wieder zu gleichen Anteilen auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu verteilen. 

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