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Löhne: Gleichberechtigung in Deutschland nimmt zu

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 14.03.2014

Frauen kämpfen um Gleichberechtigung in Deutschland. Nach einer aktuellen Studie ist der Kampf nicht vergebens, denn das Land wird zunehmend auch in Bezug auf Berufsleben und Löhne fairer. Trotzdem ist die Entwicklung noch lange nicht vollzogen. So nahm die Anzahl der Frauen in Führungspositionen im Vergleich zum Vorjahr sogar ab.

Die berufliche Gleichberechtigung der Frau in Deutschland nimmt kontinuierlich zu. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor. Sowohl beim Gehalt als auch bei der Beschäftigungsquote näherten sich die deutschen Frauen den Männern immer mehr an. Trotzdem sind Frauen in Führungspositionen noch immer die Ausnahme und besonders im Alter häufig finanziell benachteiligt.

Deutschland holt in Sachen Gleichberechtigung auf

Deutschland sei auf einem guten Weg, was die vollständige Gleichberechtigung der Frauen im Berufsleben angehe, bewertet „PwC“ das Ergebnis des aktuellen „Women in Work“-Indexes. In der Rangliste der OECD-Staaten konnte sich Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz verbessern und rangiert aktuell auf Platz acht von 34.

Land Indexwert aktuell Indexwert für das Jahr 2000
Norwegen 82,9 76,3
Dänemark 76,3 74,0
Schweden 73,8 74,5
Neuseeland 70,4 63,0
Finnland 69,8 63,3
Kanada 66,2 55,7
Schweiz 64,4 53,6
Deutschland 63,0 47,4
Australien 62,9 50,9
Belgien 62,6 46,7

Datenquelle: PwC „Women in Work“-Index

Aus der Studie geht hervor, dass sich die Gleichberechtigung in Deutschland seit Jahren kontinuierlich in allen Bewertungskategorien verbessert. So konnte neben dem Gehalt auch der Anteil der Frauen in Erwerbstätigkeit um 25 Prozent näher an die Werte der männlichen Bundesbürger rücken. Trotzdem ist der Weg noch nicht gegangen, solange nachweisbare Unterschiede bestehen. Besonders Frauen in Führungspositionen sind noch immer eine Seltenheit: Der Anteil der weiblichen Vorstände in DAX-Unternehmen ging 2013 sogar von 7,8 auf 6,3 Prozent zurück.

Frauen weiterhin finanziell benachteiligt

Aufgrund der im Vergleich niedrigeren Löhne und der etwaigen Auszeiten für Schwangerschaft und Kindeserziehung sind Frauen leider noch immer häufig finanziell benachteiligt. Besonders im Alter kann dieser Nachteil deutlich werden, denn Frauen müssen mehr private Altersvorsorge betreiben, um eine Rente auf dem Niveau ihrer männlichen Kollegen zu erhalten. Diesen Umstand berücksichtigen allerdings nach wie vor viele Frauen nicht und vernachlässigen so ihre Altersvorsorge.

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