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Griechenland: Kommt mit Syriza der Euro-Austritt?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 02.02.2015

Die Wahl in Griechenland galt als wegweisende Entscheidung und wurde von der Finanzwelt mit Spannung beobachtet. Im Vorfeld war bereits über einen möglichen Euro-Austritt Griechenlands spekuliert worden, sollte die linke Syriza die Wahl gewinnen. Nach dem Wahlsieg des Linksbündnisses reagierten die Tokioter Börse und auch der Euro mit deutlichen Verlusten.

Die Parlamentswahlen in Griechenland wurden auch von der Finanzwelt mit Spannung beobachtet. Der potenzielle Euro-Austritt Griechenlands („Grexit“), der mit dem Sieg des Linksbündnisses Syriza als durchaus möglich gilt, hat seine Schatten bereits vorausgeworfen.

Furcht vor Euro-Austritt sorgt für massive Kursverluste in Tokio

Nachdem sich das linksgerichtete Parteienbündnis Syriza unter Vorsitz von Alexis Tsipras als klarer Wahlsieger herauskristallisierte, fiel der Euro bereits am Wahlabend zwischenzeitlich auf den niedrigsten Wert seit elf Jahren, wie „Spiegel Online“ berichtet. Am Morgen nach der Wahl konnte sich der Kurs allerdings wieder stabilisieren. An den asiatischen Märkten, wo der Börsentag aufgrund der Zeitverschiebung früher beginnt als in Europa, kam es infolge des Wahlsiegs des Linksbündnisses zu massiven Verkäufen. Der wichtige Nikkei-Index fiel zwischenzeitlich um 0,8 Prozent auf 17.370 Punkte.

Finanzexperten halten Euro-Austritt Griechenlands für unwahrscheinlich

Grund für die Besorgnis unter Anlegern waren vor allem die Wahlkampfansagen des Linksbündnisses. Syriza-Vorsitzender Tsipras hatte angekündigt, vom strikten Sparkurs der bisherigen Regierung Abstand nehmen zu wollen, und die Absicht erklärt, mit Kreditgebern über einen Schuldenschnitt zu verhandeln. Commerzbank-Analyst Christoph Weil sieht wie viele andere Finanzexperten jedoch keinen akuten Grund zur Sorge. Gegenüber der Presseagentur dpa erklärte er, dass das Risiko eines Euro-Austritts Griechenland sehr gering sei. Wichtig sei jetzt, wie sich Tsipras nach seinem Wahlsieg verhalte, so Weil. In der Wahlnacht signalisierte er den EU-Partnern zumindest seine Gesprächsbereitschaft, um eine „gerechte und praktikable“ Lösung zu finden. Tsipras kündigte an, direkt mit den Geberländern verhandeln zu wollen. Die Zeit der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) sei abgelaufen.

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